Montag, 20. September 2010

NOSTALGIE IST SCH.....


....manchmal bleibt einem aber nichts anderes als die wehmütige Erinnerung an schönere Zeiten.






Das Spiel am Samstag: Unterirdisch. "Die Eintracht ist vom Pech begünstigt." hat Charly Körbel mal gesagt. Wenn´s doch so wäre. Wer so spielt, hat die Gunst verdient. "Ich sach´s euch", sagt Helmut, "diss Jahr spiele mer widder um de Abstieg mit." Lieber nicht.


(Bild aus: FAN GEHT VOR. 1. Frankfurter Allgemeine Fanzeitung)


"Wenn sich die Zeichen mehren,
geht was den Bach runter.
Wenn was den Bach runtergeht,
muß der Mensch sich bescheiden.
Dann darf er nichts weiter fordern
als das Vollkommmene.
Nicht mehr als das, aber
bei Gott auch nicht weniger."


Robert Gernhardt


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Kommentare:

  1. Nee, Melusine, Nostalgie ist auch ganz gut `mal. Genau wie Sentimentalität. Man muss nur nicht übertreiben.

    So wie Sie hier mit den Bildern, dass ist ja kein Kindergarten. Also Jürgen Grabowski oben links ist `nen Selbstgänger, okay. Anthony Yeboah darunter geht auch noch. Rechts oben ist, glaube ich, Uwe Bein (gealtert wie wir alle). Und dann wird`s schwer. Wenn Sie Körbel schon zitieren, wird der es sein unten rechts, noch am ehesten (ist aber geraten). Wegen Nostalgie und so könnte rechts Mitte Bernd Hölzenbein sein, aber na? Und unten links? Mauricio Gaudino?

    Abstieg ist drin. Aber Ihr da unten wisst ja dann: „Lebbe geht weida“!

    Beste Grüße

    Dragoslav Stepanovic


    Ach so: Und sind Sie noch krank im Schrank? Noch Bremsstörung Ihr ICE hinter Karlsruhe? Dann gute Besserung!!

    "Lila umflammt der Flieder die Hütte.
    In Blumen versinkt die rostende Wanne.
    Staubtrocken der Weg. Es zerrt unablässig
    ein Wind an den Gräsern.
    Alles im Rausch: Die Schwalben, die Blüten
    Alles im Lot: Die Zäune, die Hecken
    Alles im Licht: Der Schotter, die Schwellen
    Alles im Arsch: Die Bremsen, der Zeitplan."

    Sie hatten angefangen mit Robert Gernhardt …

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  2. Lieber NO,
    ich erkenne Sie stets, ob Sie als Jürgen Grabowski oder Drago zeichnen, sich hinter Scottie oder Rudi verstecken.

    Dass Sie die Bilderinflation nicht schätzen, habe ich schon bei Aléa Torik gelesen. Sie haben einwandfrei recht. Aber es macht halt Spaß. (Ja, ich weiß, wahr und schön und gut ist das nicht! Doch habe ich solche Ansprüche?)

    Außerdem: An Tagen wie heute, an denen der Schädel brummt, lässt sich so leichter die Seite füllen. Von wegen Übertreibung: In dem Fanzine, das ich am Samstag im Stadion erworben habe, gibt´s noch viel mehr warholeske Eintracht-Helden zu sehen. Das ist nur eine Seite! Der "letzte Cowboy" ist Angar Brinkmann. Die schlimme Frisur trägt Ralf Weber. Und die Torjägerkanone steht für den - von Ihnen!- schon erwähnten Erwin Stein.

    Außerdem: "Die schärfsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche." Wenn schon Nostalgie, dann richtig: "Da wird geblieben! Dunkle Zuständlichkeiten müssen im Sinne Freud kulturell fruchtbar gemacht werden. Sofort. Und vielleicht gab mir gerade mein witwelicher Unstern nun den souveränen Blick für die Laster unserer Zeit, den epischen Titanengriff, den kritischen Stachel, die allerschönsten Formulierungen ein! Und ich fahre also erst einmal, Witwe hin, Helmut her, geschlagen zwar, doch nicht vernichtet in meinem Texte fort."

    Ich bin krank, aber nicht im Schrank.

    Herzlichen Gruß
    M.

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