Dienstag, 15. Februar 2011

BEFEUERUNG DES GEISTES



"Und der vierte Engel des Herrn goss aus seine Schale über die Sonne 
und es wurde ihr Macht gegeben, 
die Menschen zu versengen mit Feuer. 
Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze..." 




Ein Beitrag von BenHuRum

Kommentare:

  1. Sex Inn oder die Bußfertigen am Steuer

    Naja, Sex & Essen sollen ja von den selben Hirnregionen gesteuert werden.

    Einmal ein Mc Reuemenü: Iḿ lovin it

    Ich bilde mir auch immer ein während ich ums McHaus fahre, um mir die Nichtzeit für mein NichtEssen zu erfasten, im hauseigenen McGarten eine Schlange zu sehen, die durch ihr Maul Kinder ausspeit.

    Mahl:Zeit

    Nein, ich esse dort nicht. Aber ich war schon mal da!

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  2. @Melusine

    Ok., das war es dann wohl nicht ganz mit der Collage. Offenbar... Es bezieht die Bilder doch aus dem was in den letzten Tagen passiert ist. Wie auch Ihre nachfolgenden
    Wort-Schatz Einträge. Sie haben auch Ihre Einträge in der Dschungel gelöscht. Ist es das?

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  3. Die Collage ist schon viel älter (ich glaube Mitte 2010 - aber ich müsste nachfragen), liebe read An. Und vor allem von BenHuRum, der nie in DieDschungel oder anderen Blogs liest. Es gibt da gar keinen Zusammenhang.

    Die Wort-Schatz-Einträge haben vielfältige Bezüge, u.a. auch auf das, was in Italien z.Zt. geschieht.

    Gelöscht habe ich tatsächlich, weil mir der Ton dort und die Begleitmusik einfach ekelhaft ist. Da möchte ich nicht "mitspielen".

    Auf Ihren Text oben habe ich noch nicht reagiert, weil ich über ihn nachgedacht habe. Ich finde ihn witzig, aber eine Replik ist mir noch nicht eingefallen.

    Herzliche Grüße
    M.

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  4. Verstehe. Es passte. Privtes und Öffentliches. Offenbarungen. Die Faust auf dem Auge. Verschütteter Zorn aus Engelsschalen. Gerichtsitzen.

    Das Sie sie gelöscht haben finde ich schade. Ich fand sie gewichtig, für alle. Aber genug davon. Danke für Ihre Antwort.

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  5. Das Löschen war unfein, das stimmt. Aber ich fühlte mich besudelt.

    Im Prinzip ist es dennoch falsch,. Auch das "genug davon". Worüber zu diskutieren wäre, aber d a nicht diskutiert werden kann, ist: Wie bewertet man die Selbstrepräsentation sexueller Käuflichkeit, also den offensiven Einsatz der sexuellen Reize in Tauschgeschäften? In dieser Frage kann man d o r t nur dann anderer Meinung als der Blog-Inhaber sein, wenn man eine zu kurz gekommene, eifersüchtige, letztlich unweibliche Frau ist. Oder ein langweiliger, feiger Mann, natürlich. Das habe ich nun endlich auch verstanden. Und genug davon. Da ich aber viel Spaß habe (auch an Sex), zu Eifersucht gar nicht neige, liebe und geliebt werde und außerdem zurückhaltende Männer mit guten Manieren schätze, habe ich ganz offensichtlich in d i e s e r Debatte nichts zu suchen. Die Frage bleibt. Woanders.

    Zur Collage: Ich sehe es jetzt erst, wie es passt.

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  6. @MelusineB
    Ich möchte respektvoll widersprechen.
    Ihre Löschungen waren nach meiner Einschätzung in keiner Weise unfein. Das sage ich aus der Erfahrung eigener Löschungen andernorts in jenem Kontext, auch wenn letztlich völlig unterschiedliche Gründe dafür ausschlaggebend waren.
    In jenem Zusammenhang von (vielleicht geschickt beworbenen) "Tauschgeschäften" zu sprechen, erscheint mir übrigens gewagt. Ich sehe das von der bestimmten unglücklichen Konstellation abstrahiert.
    (sorry, das hat mit dem Beitrag überhaupt nichts zu tun, aber die Ereignisse wirken bei mir gedanklich recht intensiv nach)

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  7. @Hans Ich habe mich offenbar nicht klar ausgedrückt, was den Begriff "Tauschgeschäft" in "jenem Zusammenhang" angeht. Das ist für mich eine abstrakte Diskussion, die ich unabhängig von bestimmten Personen schon lange mit mir selbst und anderen führe: Wie stehe ich zu Prostitution (worunter ich - wie ich mehrfach schon schrieb - auch bestimmte Formen der bürgerlichen Ehe zähle) und Pornographie?

    Daher wollte ich keineswegs unterstellen, in dem konkreten Fall ginge es um Werbung für irgendwas. Das kann ich überhaupt nicht beurteilen. Und ich glaube es auch nicht.

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  8. @Melusine: Ich meinte mit "In jenem Zusammenhang" die sexuellen Reize, die Sie weiter oben erwähnten. Die Unklarheit habe i c h verursacht, Verzeihung.
    Im Übrigen gehört das Thema Sexualität nicht zu meinen Stärken, also schweige ich besser... ; )

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  9. "Aber genug davon." Verstehen Sie es bitte nicht als abwinkenden Gestus der bestimmen will: ich habe gesagt und basta, ich will davon nichts wissen oder mich davon nicht anfassen lassen! Mein Gedanke dabei war ein vorsichtiger, nicht wissend, ob es nun darunter gehört, da die Collage zweifach auf mich wirkte.

    Auch ein Wort-Schatz, wenn auch auch kein sehr schöner, einer der weitere Worte abriegelt, worauf ich überhaupt nicht hinaus wollte und will. Dass sind so Sprachfeinheiten über die ich selbst nachdenke, wie auch jemandem zu sagen: Du tust mir leid! Das wird leider oft mit Zorn beantwortete, dabei sage ich in dem Moment (ob selbst zornig oder nicht):Du tust mir etwas.

    Ansonsten fand ich es schwierig, wie Sie schreiben: ...worüber zu diskutieren wäre, aber da nicht diskutiert werden kann.... Zu sehr wurde nach allen Seiten über Persönliches verletzt. Wo sich ansonsten Gefühlswallungen hinter verschlossen Türen abspielen hat hier die Schnelligkeit des Netzes die Reaktionen eingefordert. Und ich weiß nicht welche Worte ich gefunden hätte, wäre es mir passiert. Aber ich weiß, Sie beziehen es auf die Aussagen von ANH selbst. Da ging mir selbst etwas nach, besonders der (Schlussfolgerungs-)Satz: ... es nicht zur Frau gebracht haben..., der vorab definiert haben will was Frausein ist. Das ist etwas was ich ihn mal persönlich fragen will, und ich will keine Theorie als Antwort und denke gleichzeitig das ist schon der Fehler. Er kann es allenfalls für sich als Einzelperson so stehen lassen. Ansonsten aber ist es unhaltbar und unmöglich, da es kein Kollektiv Frau gibt. So vieles müsse Frau vorab teilen, gleiche Erfahrungen und Auseinandersetzungen innerhalb der Gesellschaft und biografische, ja sogar Gene.

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  10. Liebe read An, ich hätte begreifen müssen und können, das "mein" Thema niemanden dort interessiert. Damit meine ich die Frage, die ich noch bevor der ganze Streit losging, an Aléa Torik stellte und mein eigenes Unbehagen gegenüber sexistischer Selbstdarstellung. Dieses Gefühl fand ich in Frau Toriks Text wieder und auch mein Misstrauen gegenüber diesem Gefühl. Wie viel Anteil daran hat der Versuch der weißen Mittelschichtsfrau sich gegen "die Käuflichen" abzugrenzen? Wie viel daran ist eine berechtigte Abwehr gegen die Definition des Geschlechterverhältnisses als Tauschgeschäft? Ich ringe mit dieser Frage. Aber dort hatte sie keinen Raum. Wogegen alles, worum es dort ging: Männer- und Frauen-Ehre, Inszenierung von Besitzverhältnissen, Unterstellung von Eifersucht, frauliche und weniger frauliche Frauen etc.pp - also schlicht darum, wie Frauen auf Männer wirken oder nicht wirken bzw. wirken sollen, mich nicht interessiert. Mit anderen Worten: Ich wollte gar nicht wissen, wie ein Mann das sieht. Das war der Fehler. Meiner.

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  11. Das Problem fängt für mich schon mit Identität an, die nichts homogenes ist: Ich-Identität, Selbstidentität, Gruppen-Identität, nationale / kulturelle, religiöse Identität usw., die sich voneinander nicht trennen lassen, so als schlüpfte ich von einer Rolle in die nächste. Über diese Identitäten, die sich gegenseitig beeinflussen und in Frage stellen entwickeln sich dann meine Abwehrmechanismen. Und genau diese sind für mich schwierig zu benennen. Ich erlebe das als etwas das nicht objektivierbar ist. Viel ist davon abhängig, ob ich als Privatperson mich innerhalb eines "geschützten Raumes" bewege bzw. viel wichtiger, innerhalb einer Gruppe, die mir selbiges Gefühl einräumt. Die mir sogar Möglichkeiten zur Selbstdarstellung gibt. Durchaus auch solche in denen man die Möglichkeit hat durch eine Art, ich würde fast sagen Rollenspiel, genau das auszuleben um dadurch auch ausloten zu können. Egal ob mir nun ein Mann oder eine Frau gegenüber sitzt. Reaktionen von Frauen finde ich oft interessanter, auch meine eigenen auf andere, hinsichtlich eines Dresscodes und dem daraus ergiebigen Verhaltens- und Geschlechterprovokationen. Gerade weil das Tauschgeschäft die Geschlechterverhältnisse dermaßen unverhältnismäßig und undurchdringlich zueinander in Beziehung setzt oder gegenteilig: Asymmetrien aufbaut. Was ich hier wieder als gesellschaftliches Insgesamtsymptom verstehe, das schwierig zu benennen ist und sich aus den verschiedenen Dresscodes / und Verhaltensrollen speist, die sich wiederum aus den verschiedenen Identitätswirklichkeiten (diktierte oder nicht diktierte) ergeben, die, ob ich es nun will oder nicht, auf mich wirken. Vielleicht kann ich gerade da wo ich die Möglichkeit zum "damit Spielen" habe meinem Selbstverständnis von Sexualität ein Stück weit auf die Schliche kommen. Aber Sie haben schon recht mit dieser Frage an sich selbst, gerade auch wenn ich mir die Entwicklungen im Netz anschaue, in der das Private, vor allem die Selbstdarstellung des eigenen Sexes oder das was man dafür hält längst zum Massenphänomen geworden ist, weiß ich nicht mehr zu beantworten wo sich wirklich Intimes noch offenbart.

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  12. Ach ja, noch das: ... meinem Selbstverständnis von Sexualität auf die Schliche kommen meint natürlich nicht: das ist mein Sex! Es meint den Umgang mit den Geschlechtern. Das ist alles sehr vertrauensbasierend (über Kennenlernprozesse). Denn so unterschiedlich Menschen sind so unterschiedlich ist der Sex für den Einzelnen, sehr abhängig vom Anderen. Daher sind Abwehrmechanismen für mich auch nicht nur etwas Negatives. Ein Mensch, dem ich gegenüber kein Vertrauen empfinden kann oder aufbauen kann, kurzum, der kann mich mal zugeknöpft erleben. Und umgekehrt gilt Selbes. Abwehrmechanismen sind also auch etwas gesundes, ich kann schließlich gegen Ängste angehen aber nicht wo es Selbstverletzung wäre. Allenfalls, ist man schon soweit, wenn es sich zu einem Lustprinzip übersetzt hat, da wären wir dann bei pervertierten Formen von Sexualität.

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  13. @read An In dem Buch, das ich heute empfehle, wagen Frauen von (auch) pervertierten Formen des eigenen Begehrens zu erzählen. Für Frauen, glaube ich, ist es wichtig, Räume zu finden, in denen sie einander a l l e s erzählen können. Dieses Buch erschließt einen solchen Raum.

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