Dienstag, 7. Juni 2011

ARBEITSPLÄTZE (9): Sekretär verlangt Handschrift



18.25 Uhr Arbeitsplatzwechsel: Mein befristeter Vertrag läuft im Juli 2012 aus. Heute teilte uns der Chef mit, dass unsere Verträge nicht verlängert werden. Nur die Planstellen können erhalten werden. Und auch die nur bis zum Ausscheiden der Planstelleninhaber. Behördendeutsch. Es wird gespart. Das war absehbar, wenn man die Presse in den letzten Monaten verfolgt hat. Dennoch war die Stimmung heute Nachtmittag gedrückt. Unser "Dienststellenleiter" hat Streusel- und Rhabarberkuchen gekauft, Kaffee bereitgestellt. "Welche Perspektive hast Du?", fragt er mich. Ich weiß es noch nicht. Es ist anständig von ihm, dass er uns so frühzeitig Bescheid sagt. Das lässt mir Zeit, mich neu zu orientieren. Seltsam, dass ich gestern Abend BenHuRums "Gut aufgestellt" ausgewählt habe.  Bin ich gut aufgestellt? Schaun wir mal.

Kommentare:

  1. AUTSCH!
    (ich musste eben mal tief Luft holen)

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  2. Es ist weniger schlimm als es klingt, da dieser "Arbeitsplatz" nur einer von mehreren ist, an denen ich tätig bin. Schade ist es, weil die Arbeit mir Freude macht. Und weil ich auf die Vielfalt, die sie geboten hat, nicht verzichten will. Also muss ich mich neu orientieren. Darin kann auch eine Chance liegen. Hoffe ich.

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  3. Allein, dass Sie von Wechsel schreiben und nicht von Verlust, scheint mir schon die Art zu signalisieren, wie Sie damit umgehen werden. Trotzdem. Es ist traurig, einen Wirkungsbereich abgeben zu müssen, in dem eine mit Freude tätig war. Alles Gute für die neue Etappe!

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  4. Neulich bei einem geselligen Grillabend erzählte eine meiner Freundinnen, daß sie jetzt, mit 54 Jahren in die Selbständigkeit aufbricht. Sie hatte die letzten Jahre immer mehrere Eisen im Feuer, entschied sich vor einem halben Jahr, auch aufgrund einer Kündigung (da wurden Planstellen einfach gestrichen)für die Konzentration auf eine ihrer Arbeiten. Ein neben ihr sitzender Mann schaute sie völlig konsterniert an, und sagte: "Du hast Mut, ich warte schon mehrere Jahre auf die Rente, ich finde doch keinen Job mehr (er ist 50)."

    Mit Ihrer positiven Einstellung wird es ganz sicherlich eine für Sie gute Veränderung werden.

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  5. Ich schließe mich den vorherigen Kommentator-inn-en an und möchte im "Umkehrschluss" zu Hermann Hesses berühmten Stufengedicht ergänzen: "und jedem Ende wohnt ein Anfang inne" - es ist wohl tatsächlich von der Perspektive abhängig, die einen positiv oder negativ in die Zukunft schauen lässt.

    Weniger poetisch gesprochen, stimmmt es mich nachdenklich, wieviele Menschen in letzter Zeit von tiefgreifenden Veränderungen b[g]e-troffen.

    Ich drücke die Daumen für den Aufbruch zu neuen Horizonten, liebe Melusine.

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  6. Google zeigt mir, wenn ich diesen Beitrag Aufrufe, Einträge und Links zu Anwälten zum Thema Arbeitsrecht an. Ich weiß nicht, ob ich das hilfreich oder unheimlich finde.

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