Dienstag, 27. August 2013

Wolfgang Herrndorf ist tot.

Auf seinem Blog ist: Schluss.

So erreicht mich die Nachricht. 

Er war ein großer, ein mutiger Gegenwartsautor wie es nur ganz wenige gibt. 

Über seinen Roman "Tschick" schrieb Morel: "Warum Tschick ein so guter Roman ist"-

Kommentare:

  1. Wahnsinnig traurig. Er war wirklich ein großer Autor. Seltsam, dass einem der Tod eines Menschen, den man gar nicht kannte, so nah gehen kann.

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    1. Ich müsste lügen, wenn ich schriebe: Es geht mir nahe wie der Tod eines Menschen, den ich kannte. Aber er hinterlässt selbst in meinem Leben eine Lücke. Weil ich sein Blog regelmäßig las. Weil - gegen alle Wahrscheinlichkeit - aus der Gewohnheit die Forderung wurde: dass das weitergehen muss. Natürlich nicht. Weil Schreiben nicht Leben ist. Und man sich das Leben nicht erschreiben kann. Wir haben jetzt, was bleibt. Und er ist tot.

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  2. ich habe es vorhin irgendwo auf facebook geschrieben, dass ich - obwohl ich seinen blog regelmäßig gelesen habe, obwohl ich selbstverständlich auch nicht überlesen konnte, in welche richtung alles ging, nicht daran geglaubt habe, dass wolfgang herrndorf stirbt, vermutlich weil ich das (wieder einmal) verwechselt habe, das leben und die literatur. und ja, es geht mir nah, dass er jetzt tot ist, weil es für mich mehr ist als eine lücke, auch ein ganz deutlicher hinweis, dass wir alle sterblich sind, egal wie sehr wir dagegen anschreiben und ich komme nicht gut zurecht mit all diesen nachrufen, die einordnen und erklären. innehalten und schweigen ist für mich persönlich angemessener in dieser situtation, obwohl ich gerade das gegenteil tue...

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    1. Ich kann nicht sagen, was eine "angemessene" Reaktion auf den Tod ist. Das Schweigen gilt in unserer Kultur als Ausdruck der Ehrung und des Andenkens. Bei einigen. In einem bestimmten Milieu, dem ich durchaus auch skeptisch gegenüber stehe. Seiner Trauer und Verehrung keinen Ausdruck zu geben, keine Geste und keine Worte für sie zu haben und zu finden, kann man - von einem anderen Standpunkt gesehen - ja durchaus als Armut empfinden.

      Vor der Verwechslung von Literatur und Leben hüte ich mich, weil ich das Leben wesentlich mehr schätze als alle Literatur :-).

      Dass ich ein so starkes Gefühl wie Trauer empfände über Wolfgang Herrndorfs Tod, kann ich daher nicht einmal sagen. Für mich existierte er ja "nur" durch seine Bücher und sein Blog. Trauer und Schmerz war, was ich beim Tod der Mutter eines Freundes empfand, obwohl ich ihr (ganz Kind dieser Kultur) keinen Ausdruck verleihen konnte.

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