Donnerstag, 30. Januar 2014

SCHLEIERN DER SCHAM. Körperwort. (Suchanfrage)

Der sechste Newsletter für heute trifft gerade ein. Aha: Ich könnte auch noch einen Master in Kulturmanagement und -vermittlung machen, künstlerische Praxis inklusive. Oder mich im Etwinning engagieren. (Ich weiß auch nicht, wovon ich rede.) Es gibt eine Näherung an die Entscheidung und ein Ausweichmanöver. Beide Bewegungen ähneln sich bis zur Verzweiflung. Je mehr ich mich bekenne, desto kryptischer werde ich. Das entspricht biblischen Ausmaßen. (So viel Hybris muss auch mal sein: "Ich bin klein, mein Herz ist rein.") Welches Begehren lasse ich noch aus, um mich innerlich zu verkrampfen? (Später schmeichele ich mir, dass ich es in kapriziöser Pseudo-Hysterie zur Weltmeisterschaft gebracht habe.) Sollte ich lernen zu boxen? Oder meine Hilflosigkeit noch bedeutsamer in Worthülsen einkleiden? (Wen interessiert das? Nur die Literatur. Hihi, die olle Schrapnelle.) Ein Marathon-Wochenende steht mir bevor und ich bin schon vorsorglich ermüdet. (Wie kam es zur Verbürgerlichung der Welt und des Mädchens? 1750 - 1914) Lassen Sie mich Ihnen Rätsel aufgeben und einige Stichworte liefern: Wir arbeiten an kosmischen Entwürfen, multiplen Identitäten, harmonischen Idealen; wir führen die Kriege gegen das Selbst und Pluralisieren das "Ich"; wir gestalten den Willen als Welt und die Welt als Gegenbild. Wir sind verteufelt romantisch und göttlich klassisch. Wir dichten drauf los. Die Männer unserer Frauen sind latent übergewichtig und sehr verschwiegen. Warum sagen sie nichts? (Wahlweise ist das Subjekt groß zu schreiben.) Schlagen Sie ein Buch auf, das Ihnen zur rechten Hand liegt und kopieren sie die fünfte Zeile auf Seite 53: "...Schleiern der Scham, blendend schön. Diejenigen, die mit einem einzigen Körperwort..." Suchen Sie das Wort. Ich behaupte: Es fängt mit "B" an. (Mehr weiß ich auch nicht.) 

(Diese ganze Tagebuchschreiberei führt auch zu nix.)


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Kommentare:

  1. Fünfte Zeile von Seite 53 des Buchs zu meiner Rechten: "auch Brecht mal fragen, denn vor unserm Abschnitt scheint sehr".
    Brecht fängt jedenfalls tatsächlich mit B an, was allein schon erstaunlich ist, aber mehr weiß ich auch nicht. (Vielleicht Brecht mal fragen?)

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    1. Frag ihn. Es könnte (bestenfalls) eine Spur sein. Denn als "Körperwort" will "Brecht" mir nicht einleuchten. Allerdings: Der Imperativ von "brechen"? (mit oder ohne er-...)???

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