Mittwoch, 4. September 2013

FRUCHTBARER ZORN - Über Sabine Scholls Roman "Wir sind die Früchte des Zorns"


„Fäden und Textilien bilden Verbindungslinien zwischen Generationen von Frauen.

Manchmal schwebt einer die Idee von einem ungeschriebenen Roman vor, von einem, in dem drin stehen soll, was ungesagt geblieben ist in all den Erzählungen, in die sie sich bisher versenkt hat und aus denen sie als eine Andere wieder aufgetaucht ist. Meistens ist dieses Begehren diffus. Die Leserin könnte gar nicht sagen, was für eine Erzählung ihr fehlt, wie das erzählt werden sollte, wonach sie verlangt. Dann fällt ihr ein Buch in die Hände (oder wird ihr empfohlen), sie liest, sie schlägt die Seiten um oder – wie in meinem Fall – scrollt das Lesegerät weiter: Das ist es! So hat sie das lesen wollen, so also kann das erzählt werden: der matrilineare Familienroman.


Der Familienroman hat eine lange Tradition. Glückliche und unglückliche (heterosexuelle) Paarbeziehungen stehen zumeist im Mittelpunkt oder verkorkste Vater-Sohn-Beziehungen. Dem Leben der Frauen, deren Domäne die Familie doch sein soll, bleibt diese Erzähltradition unangemessen. Denn das Leben von Frauen dreht sich mitnichten vor allem um den Mann, seine Liebe oder Zurückweisung, um „den Richtigen“, der zu finden oder zu verpassen ist. Wenn die Frau Mutter und älter als vierzig geworden ist, ist außerdem in diesen Romanen gewöhnlich von ihr nichts weiter mehr zu erzählen, außer dass gelegentlich am Rande (und am Rande sitzend) ältliche Matronen erwähnt werden, ein bisschen nervig und komisch vielleicht, vor allem aber langweilig. Wird die Geschichte einer Ehe von einem männlichen Autor erzählt (auch und gerade wenn er die Perspektive einer Frau wählt), geht es offenbar notwendig um eine Geschichte des Betrugs, denn  interessant am Denken und Fühlen einer Frau scheint allein das Denken und Fühlen, das sich an den anderen Mann richtet. So erzählt Leo Tolstoi in der Kreutzersonate die Geschichte eines Eifersüchtigen, doch Sofja Tolstoia erzählt in ihrem Roman Eine Frage der Schuld von der Liebe zu den Kindern und vom vergeblichen Bemühen der Frau, dem Mann ein anderes Interesse an der eigenen Person abzuringen als das sexuelle, gleichsam mit ihm ins Gespräch zu kommen. Sofja Tolstoias Erzählung ist, zumindest in der deutschen Übersetzung, leider nicht gut geschrieben und bleibt zuletzt doch in der Tragik der heterosexuellen Verstrickung stecken, die der attraktiven fiktiven Frau unbedingt den Tod und der alternden, schreibenden Frau die Einsamkeit bringt. Was Tolstoias Roman fehlt, der als eine Antwort auf die von ihrem Mann erfundene Romanerzählung über den eifersüchtigen Mörder entsteht, ist auch in der Erzählung die Beziehung zu den anderen Frauen, die endgültig abbricht, als die Ich-Erzählerin Mutter und Schwester an der Seite des Mannes nach der Hochzeit verlässt. 

Das ist paradigmatisch für das Schreiben vieler Autorinnen, die sich in eine von männlichen Autoren dominierte Tradition stellen, auch wenn der Gestus der Antwort  auf den Mann nicht immer so offensichtlich ist wie in Sofja Tolstoias Fall. Immer wieder korrumpiert die Bezugnahme auf eine männliche Tradition, die sich selbst als universal und geschlechtsneutral behauptet, der Verzicht auf einen Neuanfang und darauf, von sich ausgehend an die Frauen zu schreiben, weibliche Fiktionen und weibliches Schreiben. Aus dieser Falle kann nur ein Schreiben führen, in dem die andere Frau zum Spiegel und zur Resonanz wird, in der Erzählung und als ihre Leserin.

Sabine Scholl erzählt die Familiengeschichte ihrer Ich-Erzählerin, indem sie sich bewusst und radikal auf die weibliche Perspektive beschränkt. Die Männer (der Mütter, Großmütter, Schwägerinnen und Schwiegermütter) haben in dieser Erzählung fast alle keinen Namen. Sie treten im Leben der Frauen als bloßes Schicksal auf, das Status und Position der Frauen" in der Welt“ definiert, aber nicht deren Welt. Stattdessen wird erzählt, was sich in Frauenleben ereignet, ungesehen, unbeobachtet und vor allem unbeschrieben von männlich geprägter Weltdarstellung, der nach diese Erfahrungen gar nicht "zur Welt" gehören, die öffentlich und veröffentichenswert ist. Die Geschichte der Frauen ist eine Geschichte des Zorns über diese Beschränkung der Wahrnehmung von Welt, aber auch eine Geschichte der Hoffnung. Voran gestellt hat Sabine Scholl ihrem Roman ein Zitat von Louise Bourgeois: „I have been to hell and back. And let me tell you, it was wonderful.“

Die weibliche Familiengeschichte, die Scholl erzählt ist keine harmonische Geschichte tiefen Einverständnisses und warmer Gefühle. Es ist auch eine Geschichte der Verletzungen, der Differenzen der Frauen. Und genau deshalb ist es die Geschichte, nach der ich mich gesehnt hatte,  die einen Spiegel, in dem die Frauen sich erkennen können im Blick der anderen Frau, herstellt. Dabei fängt auch Sabine Scholls Roman mit einer heterosexuellen Liebesgeschichte an. Odette, die Schwiegermutter der Ich-Erzählerin, die Mutter jenes Mannes, der in diesem Roman keinen anderen Namen erhalten wird als den ihren, nämlich „Odettes Sohn“, diese Odette, eine nicht mehr ganz junge  Französin, verliebt sich nach dem Krieg in einem Alpendorf in Chübeer, einen Österreicher. Sie wird mit ihm eine Ehe führen, in der er sie immer wieder mit jüngeren Frauen betrügen wird und doch stets auf ihre Loyalität zählen kann und in der sie sich freiwillig in finanzielle Abhängigkeit zu ihm begibt. Odette schafft sich so einen Lebensraum, der durch Chübeer zwar begrenzt, aber nicht definiert wird. In diesem geschützten Raum muss sie sich nicht um Finanzen und Handwerker kümmern, braucht sie die „großen“ Entscheidungen nicht zu treffen, wird „für sie gesorgt“. Das gibt ihr indes den Spielraum, für sich selbst und ein gutes Leben der anderen zu sorgen: für ihren Sohn, für elegante Kleidung, eine gediegene Einrichtung, die Bequemlichkeit des Mannes, das gute Essen, das Sommerhaus, die Enkelkinder.

Sabine Scholl erzählt ihre "matrilineare" Familiengeschichte nicht linear, sondern in Sprüngen, mit Einschüben, Vorausschauen, nimmt unterschiedliche Fäden auf und lässt sie wieder fallen. In dieser Erzählung ist immer Gegenwart. Denn die Vergangenheit definiert die Gegenwart nicht, sie ist vielmehr immer gegenwärtig. Die Tochter ist ein Teil der Mutter, die Mutter ist ein Teil der Großmutter, die Schwiegermutter ein Teil des eigenen Kindes. Wer ein Kind geboren hat, weiß, dass eine aus der anderen kommt und diese für immer in ihr drinsteckt. Dieses Wissen um die Bindung und ihre Unauflöslichkeit schützt nicht vor den Ängsten, den Verletzungen, den Schmerzen. Es ist dieses Wissen vielmehr in einer Welt, in der Unabhängigkeit als Ziel postuliert, in der Anerkennung sich aus Abspaltung, aus Trennung, aus „Definition“ ergibt, ein Wissen, das quer zu all dem Wissen steht, das öffentlich sich zur „Wissenschaft“ erklärt. Es ist das mütterliche Wissen um die Abhängigkeit, auch das Wissen um den Schrecken, dass keine diesem Knäuel entrinnen kann.

Denn die Frauen  in Scholls Roman tragen schwer an dieser Gebundenheit, der Fessel, die das Leben ist. Erika, die Mutter der Ich-Erzählerin trägt am schwersten. Sie hat, so gesteht am Ende, nach ihrem Freitod, der Vater seinen Kindern, deshalb niemals Kinder gewollt, weil sie nicht gebunden sein wollte ans Leben. Das ist die „Erbschuld der Frauen“: „Und ich bin ja schuld, so wie auch Erika schuldig ist. Ich bin schuld, dass Erika Mutter geworden ist, und Erika ist schuld, dass ihre Mutter Mutter geworden ist. Das ist die Erbschuld der Frauen. Hätte sie mich nicht, wäre sie frei, zu tun und zu lassen, was sie will. Hat Erika mir erklärt. Nun ist ihr wirkliches Leben zu Ende.“ Freiheit, in jener Welt, in der Erika lebt, in einer patriarchal geprägten Welt, ist Freiheit davon, Leben zu geben, Freiheit von der Mutterschaft.  Diese Logik scheint unausweichlich. Zu Ende gedacht heißt das aber auch: Die Freiheit führt zum Ende des Lebens selbst, wenn die Frauen es nicht mehr weitergeben. Die so verstandene Freiheit als Unabhängigkeit ist damit, entlarvt die Ich-Erzählerin die Mutter zuletzt, zutiefst irrational.

Die Ich-Erzählerin aber, indem sie sich der Mutterschaft aussetzt, muss sich auf die Suche machen nach einer anderen Freiheit als jener. Sie geht den Weg vieler Frauen ihrer Generation und Schicht: Sie bildet sich, sie studiert, sie ist berufstätig, sie will gleichgestellt sein mit dem Mann, mit  Odettes Sohn, mit dem sie eine Tochter und einen Sohn zeugt. Und sie schreibt. Diese Suche, die Sabine Scholl in ihrem Roman nicht be-, sondern erschreibt, führt zu den anderen Frauen: Erikas Mutter, Odettes Mutter, die Mutter des Vaters der Ich-Erzählerin, die Tochter. Die Fessel der Mutterschaft ist zugleich der Zugang zu dieser Welt der anderen Frauen: „Ich schiebe meine Tochter vor mir her, als Ausweis, der mir den Eintritt erlaubt in ein Gebiet, aus dem ich ausgeschlossen wurde, weil ich nicht sein wollte wie die anderen Frauen der Familie. Nun ist der Abstand zwischen ihnen und mir nicht mehr so groß. Die Natur hat gesiegt. Und ich lasse sie in dem Glauben, denn der Glaube ist bequem, erübrigt das Reden.“

Für Erikas Tochter scheint das Lesen und das Schreiben zunächst, vor der Mutterschaft, ein Ausweg zu sein: „Eine Rettung. Meine Rettung. Solange ich zu lesen habe, kann mir nichts passieren. In den Büchern finde ich keine Lösung, aber das schmerzhafte Kratzen der Gegenwart hört auf für die Dauer eines Romans. Inzwischen bin ich Malte Laurids Brigge, bin ich Malina, bin ich Malapartes Haus. Ich spiele in den wichtigsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Dank Wels höre ich einen echten Dichter. Er gibt mir die Hand. Und eine echte Dichterin arbeitet in der Bibliothek. Ich sehe einen Ausweg. Ich benutze die Bahn, um mich fortzubewegen, weit genug, so wird einmal alles gut. Doch leider fährt das Dunkel mit. So oft ich auch geboren bin, so oft holt das Sterben mich wieder ein.“

Das Elternhaus nämlich, in dem die todessehnsüchtige Mutter Erika lebt, ist das Haus der Toten. Es ist das Haus, von dem aus die Bewohner in den selbst gewählten Tod gehen, ein düsterer Ort, von dem einerseits das Leben kommt und an dem andererseits immer wieder alles ein Ende hat. Der Absprung, den Erikas Tochter aus dieser Welt durch Literatur sucht, gelingt zum Schein, bis sie sich einlässt auf das Leben, auf Odettes Sohn und selber Leben schenkt. Wenn das Leben fortgesetzt wird, muss die Frau, die es gibt, zurückkehren; sie muss die Leiden der Mütter durchqueren. Sich als Frau zu erkennen heißt dann, sich als eine Andere wahrnehmen, die sich nicht mehr gehört: „Die Mutter ist mit ihrem Kind enger verbunden als geglaubt. Selbst ihr Blut gehört einer Frau nicht mehr allein, sobald sie einmal schwanger war. Bis ans Ende ihrer Tage schwimmen einzelne Zellen der Kinder in ihrem Lebenssaft herum. Das Baby in mir drückt aufs Gemüt. Aber das ist nicht erlaubt. Eine zukünftige Mutter muss guter Dinge sein. Ich sitze nachmittags in der milden Sonne, wärme meinen Bauch und fürchte den Tod. Obwohl ich gebären werde, macht das Sterben mir Angst. Suche die Unterwelt auf in Gedanken, blicke vom Balkon aus über eine Mündung. Ich bereite mich vor.“

Der Kampf um die Gleichstellung zum Mann, zum Vater der Kinder, um die die Ich-Erzählerin kämpft, scheitert. Denn Odettes Sohn kann seiner Vaterschaft entrinnen, während die Mutter an ihre Mutterschaft gebunden ist. Der Mann beginnt ein neues Leben, während die Mutter, die Ich-Erzählerin, mit den Kindern allein bleibt. Nicht dass der Mann eine neue Partnerin gefunden hat, führt jedoch das Scheitern herbei. Er beibt vielmehr von Anfang an aus dem „Mutter-Land“ der Frauen ausgeschlossen, ohne sich aber jemals um den Eintritt zu bemühen. Von der anderen Seite, von der Seite des Mannes her, ist niemand der Ich-Erzählerin auf ihrem Weg der Suche nach einer anderen Freiheit entgegen gekommen. Was Sabine Scholl in ihrer Familiengeschichte über diese „Partnerschaft“ zwischen Mann und Frau, Vater und Mutter erzählt, ist übertragbar auf die gegenwärtige gesellschaftliche Situation. Das Streben nach Gleichstellung, das sich an der partriarchalen Norm orientiert, kann nur scheitern. Wenn Frauen sich an dieser Norm orientierten, würden sie keine Mütter. Wenn sie keine Mütter würden, gäbe es weder Töchter noch Söhne. Auch Odettes Sohn wäre nicht am Leben, wenn Odette seine Normen und Wertvorstellungen, sein Beharren auf individueller Freiheit ohne Verpflichtungen durch Andere für sich in Anspruch genommen hätte. In der Starre jener Ordnung jedoch, die auch die Mütter der Frau gelten lassen und die sich tief eingegraben hat in deren Selbstwahrnehmung, ist auch noch das Scheitern der Beziehung die Schuld der Frau: „Hanna, Martha, Erika leben erneut tagtäglich in auf. Odette ist immer schon argwöhnisch gewesen. Ich ließ ihren Sohn zu oft allein. Ließ in die Babys wickeln. Fläschen geben. Ließ ihn manchmal kochen. Ließ ihn Wäsche aufhängen. Ließ ihn keine anderen Frauen haben daneben. Ich flog zu oft und reiste zu oft mit der Bahn, ließ ihn zwei, drei Tage allein mit den Kindern. So verdiene ich das Ende dieser Ehe.“

Sabine Scholls literarische Antwort darauf ist radikal und eben deshalb so lesenswert. Denn die Ich-Erzählerin, eine Frucht des Zorns der Frauen, ihres Unvermögens und ihres Ungenügens, eines Zorns, der sich als Schuldgefühl auch und immer wieder gegen sie selbst richtet, gibt die Orientierung auf, die immer gegolten hat. Sie schreibt sich den Mann weg, der nur noch als Sohn, als Vater, als Großvater oder als Ehemann vorkommt, aber nicht mehr als ein Name. Namen tragen die Frauen. Sie erhalten sie gleichsam zurück, nach all den Jahren und Jahrzehnten der Vergewaltigung, des Geraubtwerdens, der Enteignung, des Unsichtbarmachens, der Einfügung in das falsche, das patriarchale Leben. „Ohne meinen Namen kann ich weder lieben noch geliebt werden, habe ich keinen Platz in der Gemeinschaft. Nur, dass mein eigener Name nichts bedeutet. Er ist Statthalter für die Geschichte einer Region, bezeichnet die Zugehörigkeit von Frauen, die geraubt werden. Habe ich lange geglaubt. Der englische Titel der Legende erst bringt mich auf die Wahrheit. Es war nicht Raub, sondern rape, Vergewaltigung der Frauen durch die Römer. Und die Sabinerinnen verbündeten sich mit den Tätern, wiligten ein, Mütter zu werden für ihre Kinder. Wandten sich gegen ihre Herkunft.“ Sabine Scholls Roman „Wir sind die Früchte des Zorns“ ist die Aufkündigung dieses Bündnisses. Es ist dabei keine billige Retourkutsche, nach dem Motto: Weil ihr uns unsichtbar gemacht und beraubt habt, nehme ich euch nun eure Namen und euer Leben. Es ist vielmehr so: Damit die Frauen sich leben und sich befreien können, müssen sie die Fessel an das Leben uminterpretieren, die Mutter aus der symbolischen Ordnung des Patriarchats befreien. Dies kann nur durch einen radikalen Schritt gelingen, dadurch, das Leben gegen die Lügen der Schrift zu behaupten: „Aber die Schrift ist der Tod. Und Kinder sind das Gegenteil. Und deshalb bin ich froh. Für die Kinder habe ich leben gelernt. Fingern und fädeln. Wort ist Faden und Faden macht Welt.“

So entsteht ein neues Welt-Gewebe, zu dem Sabine Scholls Roman ein bedeutsamer Beitrag ist, aus den Fäden der Frauen, aus den Differenzen, aus dem Zorn - und es verändert sich, es wächst, es schrumpft, es wird aufgezogen und immer wieder neu zusammengefädelt. Die Wahrheit ist so wenig „definierbar“ wie das Leben. „Etliche Ichs. Ich ist eine andere ist eine andere ist eine andere.“


Kommentare:

  1. Danke, gleich mal auf den Kindle geschaufelt :) _

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    1. Bitte, bitte ;-). Für mich ist es jetzt schon mein Buch des Jahres! Weil es einen Nerv getroffen, einer Sehnsucht begegnet ist, die ich schon lange hatte, aber nicht benennen konnte. Es hat mir auch geholfen, mein eigenes Schreiben besser zu verstehen.

      Mein eigener Roman PUNK PYGMALION (im Frühjahr als Buch) erzählt ja vom Scheitern der Beziehung zweier Frauen - und wieder muss eine verschwinden :-). Er bleibt in dieser Falle, von der ich oben schrieb. Nur dass der Grund für den Tod nicht mehr die Liebe zum Mann ist, sondern das Unvermögen, sich auf die andere Frau zu beziehen, aus dieser "falschen" Tradition der Dreiecksgeschichte auszubrechen. Das habe ich vorher gar nicht so genau erkannt. Auch nicht, warum ich immer wieder Doppelgängerinnen erfinde. Bei Scholl ist es die Mutterlinie, die den Faden aus der Falle spinnt. Ich suche jenen der Freundschaft ...Naja, das ist jetzt ein wenig viel Selbstinterpretation. Ich weiß sowas auch nie, wenn ich schreibe.

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