Donnerstag, 10. Oktober 2013

DIE RICHTIGE: Literaturnobelpreis für Alice Munro

Das freut mich. Sehr.


Alice Munro erhält den Literaturnobelpreis 2013.




Alice Munro auf "Gleisbauarbeiten":
"Housewife finds time to write short stories" (Über das "heimliche" Schreiben der Frauen)
"Nothing changes apparently about love." - Zu der Erzählung "Amundsen"
"Capable." Über die Kunst der Auslassung bei Alice Munro
"No shelter, but still beguiled."
Happy Birthday, Alice Munro!




(Preiswürdig sind sicher viele. Aber jetzt darf man halt auch mal sagen: Wer Alice Munros Erzählungen nicht kennt und liest, sollte sich ein wenig vorsichtiger und unter mehr Vorbehalt dazu äußern, was große Gegenwartsliteratur ist oder gar wie sie sein sollte, welche Gattung/en und Formen - noch? - bedeutsam sind und wovon großartige Literatur heutzutage handeln kann, nämlich nicht nur vom Schreiben von Literatur oder der Auseinandersetzung mit medialen Inszenierungen. Die Selbstreflexivität moderner Literatur kann auch sehr  subtil sein. Das ist im Übrigen nicht als Seitenhieb gedacht gegen Rainald Goetz oder Thomas Meinecke oder Juli Zeh oder wen auch immer, der oder die ein anderes literarisches Konzept vertritt. Es geht nur darum: Große Gegenwartsliteratur entsteht auch und gerade jenseits des literatur- und kulturwissenschaftlichen Diskurses und der akademischen Auseinandersetzungen um Dekonstruktion und Autor-Tod, Realismus versus Phantastik etc.pp. Große Literatur wird nämlich nicht für Literaturwissenschaftler_innen geschrieben. Das zumindest ist sicher. Denn dann wäre sie nicht groß.)

Kommentare:

  1. Literatur entsteht wirklich nicht zur Untermauerung spitzfindiger Behauptungen wie sie haufenweise von in der Regel langweiligen, staatlich angestellten literaturwissenschaftlichen Poebelmaennchen konstruiert werden. Große Literatur ist von entschieden vornehmeren Art.

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    1. "Poebelmaennchen" - das Wort wollt´ ich meinen Gästen nicht vorenthalten.

      Ansonsten: Mir geht´s hier vor allem um eine Lobhudelei auf Alice Munro, die jedoch grade nicht ausschließt auch ganz andere Literatur zu schätzen. (Beispielsweise lese ich grade Clarice Lispector. Das lässt sich gar nicht vergleichen und erst recht nicht gegen einander ausspielen. Deswegen erscheinen mir ja alle Aussagen darüber, wie Literatur zu sein habe, so fragwürdig und - ehrlich gesagt - auch überflüssig.)


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