Dienstag, 31. August 2010

KÖRPER-SPRACHE (3): AUGEN-BLICKE (1)

Der dritte Beitrag zu Körper-Sprache, meiner Kolumne auf Michael Perkampus Veranda, ist jetzt eingestellt. Diesmal geht es um Augen-Blicke. Davon gibt es so viele, dass ich den Text in Teile zerlegen musste. Dies ist also nur der erste Teil meiner Überlegungen zu Auge, Blick und Bild

(Diesmal geht es um Bogart und Bergmann in Casablanca, "Schau mir in die Augen, Kleines",  Dantes Beatrice mit dem tödlichen Blick sowie uns Voyeure.)
Rembrandts Susanna

Hier, auf Gleisbauarbeiten will ich dies begleiten mit einer Re-Lektüre von Hans Beltings: Florenz und Bagdad. Eine westöstliche Geschichte des Blickes


Davon morgen mehr. 

Kommentare:

  1. habs gerade gelesen. sehr schoener text. passt auch zu zwei themen, die ich dort hatte (diana und acteon- zaertliche bisse und den augen ein fest- das voyeurbild von delacroix).

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  2. bin sehr gespannt darauf, wie's weiter geht. Es war bisher schon recht anziehend (im Sinne von "nachempfindungsfordernd"), wenn ich das mal etwas unbeholfen formuliert zu deponieren wagen darf.

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  3. Danke, Julia. Ja, ich dachte auch, dass es in diesen Zusammenhang passt. Die Maschine sucht aber die "verwandten" Texte automatisch raus. Oder kann man das einstellen?

    @"Nachempfindungsfordernd" - wow!

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  4. @Melusine: was mir selbst gerade auffiel: die maschine arbeitet sich tags heraus. normalerweise müsste sie unter "verwandte beiträge" (zumindest) texte aus ihrer kolumne anzeigen, was sie nicht tut - und was mich stört. ich werde mich nach einem plug-in umsehen, um das zu beheben. versprochen ist damit allerdings nichts.

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  5. das thema erinnert mich an meine studi-zeit.
    ich war damals mit einer germanistik/theaterwissenschaften-studentin zusammen.
    sie und ihre freundinnen zerlegten eben auch anhand der casablanca szene den "weiblichen blick" - aber wohl auch im rahmen einer analyse des frauenbildes im faschismus ( ich weiss es allerdings nicht mehr, ist zu lang her )
    diese frauen hatten jedenfalls den "augenaufschlag-blick" nicht.
    wenn ich darüber nachdenke, so fällt mir eigentlich keine einzige frau aus meiner gegenwart bzw. geschichte ein, welche so einen blick pflegt(e) oder hat(te) ( allenfalls mal so völlig nebenher, irgendwie situativ-irritiert, wie es männern aber auch passieren kann )
    bei ersteren machte ich mal die musik für einen 8mm lesben-porno.
    war ganz interessant als einziger mann ( dazu hetero ) mit mehr als zehn nackten frauen in einer wohnung zu sein.
    ich bilde mir ein, von denen hatte auch keine einzige diesen "weiblichen blick".
    der weibliche blick ist wohl fast reine ideologie, etwas was im zuge von ideologischer und manipulativer regulation den frauen verklickert wird.
    dazu kommt meistens wohl ein verklärtes / verklärendes "mutter-bild".
    vielleicht kommt das auch aus dem 19.jahrhundert oder früher - aus feudalen zusammenhängen :
    die adrette, fleissige frau hat dem mann unterwürfigkeit ( gefügigkeit, widerspruchslosigkeit ) zu signalisieren, um nicht streng patriarchalisches zu stören und wird darauf getrimmt - naja da das aus eigener erfahrung hinreichend positiv konterkariert ist - und zwar ziemlich eigenständig - und eben nicht als widerspruch - so interessierte micht das auch nicht näher.
    als mann.
    allerdings glotze ich aber auch fauen so gut wie nie an ( pflege keine stechenden, bohrenden blicke zur frau )
    vielleicht hab ich ja bloss was übersehen in meiner lebensweltlichen "jetztzeit" an den rändern zur historie.

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  6. Im Film, jedenfalls im populären, spielt der feminine Augenaufschlag nach wie vor eine Rolle. Auch kenne ich einige Frauen, die ihn "drauf haben". Es ist aber nicht so, dass diese Körpermuster (immer) bewusst eingesetzt werden. Sie "verkörpern" ein unbewusstes Selbstbild. "Ideologiekritik", wenn sie ernst gemeint ist, kritisiert nicht zuerst das Andere, sondern untersucht die eigene Bedingtheit. Das Frauen- und Männerbild, von dem hier die Rede war, entsteht im 18. Jahrhundert, zeitgleich mit der Verwandlung des "Ganzen Hauses" in die Kleinfamilie. Das hatte auch "fortschrittliche" und befreiende Aspekte. Es ermöglicht überhaupt erst Individualisierung. Mir geht es nicht darum, ein überkommenes Männer- oder Frauenbild zu geißeln. Ich entdecke, wie viele Anteile davon in mir stecken. Doch würde niemand, der mich kennt, mich als unterwürfig oder widerspruchslos bezeichnen. Die Lösung von diesem Frauenbild auf einigen Ebenen (z.B. der öffentlich-beruflichen, auch der mütterlichen) heißt nicht, dass es auf einem anderen Gebiet (hier der Erotik) keine Rolle mehr spielt. Im Asymmetrischen liegt ja ein Reiz, den die Ausgewogenheit einfach nicht hat (finde ich - eine erotische Verbindung kann man nicht aushandeln oder: ich will es jedenfalls nicht!). Hinzu kommt, was ich auch zeigen wollte, dass Erotik und "romantische Liebe" (also Überhöhung des Begehrens) auch davon profitieren können, dass "Druck" entsteht. Wenn man sich nicht einfach sagen kann: "Zu mir oder zu dir...?", dann wird man erfinderischer in der Gestaltung von Signalen, aufmerksamer in der Wahrnehmung, angespannter und empfänglicher. (Achtung: das ist kein Plädoyer für sexuelle Unterdrückung; es ist nur so: Anything goes kann auch heißen: alles öde!)

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  7. du solltest dir mal die ersten vier sätze deiner antwort auf meine bemerkungen anschauen.
    sollte der vierte - also " sie verkörpern ein unbewusstes selbstbild " eine art resumee aus den drei vorauslaufenden sätzen sein ?
    ich verstehe schon mal nicht dass aus dem augenaufschlag ( singular ) plötzlich körpermuster ( plural ) werden.

    du melusine ich halte gegen deine persönliche stellungnahme nur noch kurz meine : mich interessiert eine augenaufschlagende lady nicht, ich finde so etwas zu mini, kann ich nicht ernst nehmen ( obwohl ich so gut wie alles ernst nehme und äusserst selten über etwas lache ).
    mir gefielen immer frauen, die mitunter störrisch wegguckten, ging es ums ganze.
    für mich willensstarke frauen ( naja, vielleicht eigenwillig )
    kann man jede menge spass haben mit solchen frauen diktiert mir geradezu meine erfahrung. :)
    und so rundet sich das bild womöglich.
    darum ging es mir fern von theorie hier durchaus, da mich solche frauenthemen nicht mehr wirklich interessieren -

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  8. Es sind keine "Frauenthemen" - es geht ja auch um die Haltungen von Männern (und deren Darstellung). Daher der Plural. Ich bezog mich auf die ganze Serie "Körper-Sprache".
    (Der Augenaufschlag: Ich bin vernarrt in Audrey Hepburn. - Für dich ist es anders. Und das würde ich doch nie bestreiten, dass es anders sein kann.)
    Ich untersuche Bilder. Populäre Medien, historische Bilder, eigene (Selbst-)Bilder. Ich werte die nicht in dem Sinne: finde ich das gut? Ich beobachte, wie es wirkt (auf mich). Ich bilde mir hier keine "Meinung".
    Und zum "Spass": "Spass haben" ist eben etwas anderes als Leidenschaft. Und die war mein Thema.

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  9. naja und jetzt hab sowohl unterstellt ( solche ) als auch ultra-einseitig gewichtet ( frauenthemen ).
    naja - theorie ist meins grad nicht und schon gar nicht historisch eskamotierende ( nächste unterstellung, womöglich gar falsifizierend ) :)
    ist mir eh ein rätsel wieso jemand in die sickergrube bis ins 18. jh. gucken muss um sich in der jetztzeit entdecken, verifizieren ( & gar erfinden ! ) zu können.
    prost !

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  10. ich beobachte wie es wirkt ( auf mich ). ich bilde mir keine meinung.
    hm - echt ?
    bildest du aus der wirkung auf dich eine meinung für andere oder gar eine wissenschaftliche analyse ?
    versteh ich nicht ganz.
    *grübel*

    spass haben ist etwas anderes als leidenschaftlich sein ?
    o.k. - gerne.

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  11. Eine Meinung, Lobster, ist ein begründetes Urteil. Man hält etwas für richtig oder falsch, gut oder schlecht. Genau darum geht es mir nicht: um ein Urteil. Weder zum Augenaufschlag (Chodowiecki, Bergmann), zur aufrechten Haltung (Chodowiecki), zum schweigsamen Beobachter (Bogart) noch zum Voyeurismus (Rembrandt) oder zur Idealisierung (Dante). Genau das billige Urteil über andere Kulturen oder Milieus (besonders wohlfeil, wenn man sie für überkommen oder restaurativ hält, sich selbst aber für "befreit" und fortschrittlich) finde ich öde und - häufig - blöde.

    Eine wissenschaftliche Analyse ist auch was anderes. Ich schreibe wissenschaftliche Gutachten und kenne den Unterschied.

    "darum ging es mir fern von theorie hier durchaus". Ich verstehe das "darum" nicht. Was dich hier eigentlich interessiert oder ärgert, ist mir völlig unklar. Nur deine Meinung, die habe ich verstanden: Augenaufschlagende Frauen sind "mini". Na gut. Kann ich akzeptieren.

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  12. sorry melusine dass ich grad ein wenig grantig rüberkomme.
    aber echt - deine artikel hier gehen ziemlich gegen meine lesegewohnheiten.
    einerseits, wiegesagt, der hochprofessionelle journalistische, wenn nicht seminaristische stil, andererseits dann oft deine "ich finde" und "ich mag" und "so bin ich halt" und "so will ich mich begreifen" inklusionen, wiegesagt, das irritiert mich, weil du mit deiner sprache und deinem bidlungshorizont halt für meine begriffe ziemlich mächtig rüberkommen kannst und damit eine andere erwartungshaltung bei mir als leser aufbaust, als du sie dann tatsächlich - für dich ! - und garantiert andere ( sonst würde ja häufiger widersprochen ) einlöst.
    ich weiss gar nicht ob ich mich an so eine für mich fast schon experimentelle schreibform gewöhnen will.
    es blieb bislang halt einiges an dem, was ich noch so zu themata kenne, ausgespart und ich insistiere ungern, weil ich dadurch auch recherchieren müsste und mir dafür die zeit fehlt - bin ja kein profi des wortes oder der gedanken.
    hoffentlich tu ich dir soweit nicht unrecht, das hatte ich sicherlich nicht intendiert.

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  13. würde mich noch interessieren, ob du den vorauslaufenden kommentar von mir eben löschtest.
    kannst du ja machen, aber das hätte dann spezifizierbare konsequenzen für mich.

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  14. s stimmt schon, dass du "grantig" rüberkommst. Und du triffst einen Punkt: dieser Abgleich des Subjektiven mit dem, was ich mal vorläufig "kulturelle Prägungen" nenne, ist sicherlich fragwürdig. Im "Seminar" versteckt man das Subjektive hinter objektivierenden Beschreibungen. Das will ich gerade nicht. Adorno (ganz auf deiner Seite, wenn du so willst, als ein Beispiel) hat das "Ich" daher aus seiner Rede ausgeschlossen. Ich habe mich hier anders entschieden. Dass das problematisch ist, war und ist mir klar. Eine Gratwanderung. Damit mache ich m i c h angreifbar (und eben nicht bloß"meine Meinung").

    Den Vorwurf "selektiv" vorzugehen, den kann ich nicht zurückweisen. Ich wüsste aber auch nicht, wie ich ihn umgehen sollte. Und könnte ihn dir zurückspiegeln: Nimmst du nicht auch nur selektiv wahr, was ich zu "Augen-Blicken" bisher geschrieben habe, wenn du dich so auf den Augenaufschlag kaprizierst? Ich schrieb auch über Dantes überhöhenden Blick auf Beatrice, die er in einen Engel verwandelt (gar kein "weiblicher Blick") und über das Zurückschauen der Susanna, die nicht verschämt die Augen niederschlägt. (Und im vorhergehenden Text über die adlige Dame, die den balzenden Männerkörper von oben herab taxiert).

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  15. Nein, ich hab nix gelöscht. Ich habe es gelesen und beziehe mich ja sogar darauf (selektiv). Ich seh grade, dass er weg ist. Keine Ahnung, wie das kommt.

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  16. es war doch kein vorwurf selektiv umzugehen, ich verstehe nicht, wie man einerseits selektiert - über welche prägungen auch immer ( oder eben zusätzlich über geschmacksurteile / individuelle bedürfnisstrukturen ) und andererseits eben nicht werten ( oder gewertet haben ) will.
    selbstverständlich selektiere ich oft einen vielleicht winzigen ausschnitt in originaktexten und suche diesen mit meinem subjektiven blickwinkel abzugleichen und gegebenenfalls zu ergänzen.
    ein ganzes ( sollte es das allein sozio-psycho-philosophisch überhaupt jemals anschaubar oder darstellbar gemacht geben ) besteht dann halt aus meist sich individuell oder milieuspezifisch konfiguriert habenden segmenten / sektoren / feldern.
    und wenn du halt so weit in die geschichte zurückblicken willst, naja, ich hab halt irgendwie andere bildungspräferenzen und halt meine meinung dazu ( not the time, to get it really complete )

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  17. Hier ist der Beitrag von Lobster, der seltsamer Weise noch mitgezählt, aber nicht mehr angezeigt wurde. Er gehört hinter den Beitrag von 14:57. Sorry, Lobster! (Und nebenbei: auch wenn du eine gegenposition einnimmst, freue mich über deine beiträge!)

    also auf die gefahr hin hier völlig daneben zu texten, alleine die unvollständigkeit deiner untersuchungen impliziert doch selektion - sprich wertung oder vielleicht geistige verkümmertheit ?
    wäre z.b. das, was du schreibst abgerundeter, das heisst ja eben zusätzlich mit meinem knappst dazugestellten, selbstverständlich auch subjektiven blickwinkel ( die willenstarke / eigenwillige ) wobei es ja noch andere "frauentypen" gibt ( die souveräne vielleicht ), ginge das in richtung analyse.
    also da legte ich allerdings sehr schlampig dazu, weil ja eigenwilligkeit etwas anderes ist als willensstärke, klar.
    nun aber, wie entstehen solche divergierenden frauentypen ?
    aus historischen prozessen ?
    durchaus.
    diese machen aber eben nicht stopp vor den emanzipationsbewegungen vor allem des 20. jht.'s an welchen du ja ungern intellektuell partizpierst, da du an eine komplette emanzipierfähigkeit eines autonomen ich's nicht glaubst.
    nun ich streite mich nicht um diesen kram, weil ich dabei sowohl einen deutlich von allgemeinem gelaber abgezirkelten und herausgeschälten emanzipationsbegriff vorstellen müsste, wie auch einen begriff von autonomie jenseits eines beliebigen "alles hängt ja irgendwie zusammen - talks".
    da ginge es um rechtsprechung / die rolle der arbeitenden ( und damit eben wirtschaftlich emanzipierten ) frau / eigenverantwortlichkeit usw. - aber halt alles was sich in eine deterministische philosophische auffassung regelrecht ozeanisch anmutend beschreibbar hineinzwängen lässt.
    dieses oxymoron ist bewusst gewählt.
    es geht letztlich um repressitvität, um regulation, an der du gerne teilhast.
    die willst du mir wohl als die grosse freiheit verticken.
    so kommt mir das ( aus meinem hohlen bauch heraus gemutmasst ) noch vor.
    aber wer weiss, vielleicht nimmt ja deine artikel serie zum weiblichen blick noch andere ausmasse an oder ich hab ganz einfach was verpeilt.
    ich denke, wenn manche ( oder ach so viele männer ) diesen lady dy augenaufschlag lieben, so weil er eben mini ist.
    das verstehe ich obwohl ich das dann eben im gegensatz zu diesen anderen männern nicht mag.
    du es war mir einfach nicht klar was du mit deinen artikeln eigentlich willst.
    einerseits hochprofessioneller jargon andererseits halt die subjektive nabelschau, das irritiert mich echt.
    ( du findest das kokett, warum nicht, sind ja alles privatblogs und eben keine instrumente zur meinungsmache, o.k., habs dann doch soweit gerafft )

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  18. ja das war der etwas sehr ( und damit allzu ) grantige.

    nun - ich bin ja mittlerweile etwas weniger unvoreingenommen geworden und sollte wohl zukünftlich etwas mehr abwarten, bevor ich grantig wo hinbretter ...

    da liegt mir allerdings noch was auf der zunge.
    und zwar eben diese unvoreingenommenheit :
    du schriebst weiter oben .
    ""Ideologiekritik", wenn sie ernst gemeint ist, kritisiert nicht zuerst das Andere, sondern untersucht die eigene Bedingtheit."
    mal abgesehen davon dass das schon einen enormen luxus voraussetzt, ich assozierte weiterführend so etwas :
    das sich seiner selbst bewusste hat womöglich längst die konflikte seiner entstehung(sgeschichte) abgestreift und darf sich dadurch eben als mitunter völlig eigenständiges ( besser vielleicht elementares ) begreifen.
    soll heissen - die vielen selbstbewussten jungen frauen von heute wollen und müssen es eigentlich gar nicht mehr wissen, wieviel konfliktarbeit hinsichtlich eines patriarchats nötig war um im grunde von patriarchalem mitunter komplett entkoppelt ihr eigenes leben als völlig elementar auffassen zu dürfen.
    das hat aber sicherlich nichts mit emotionalen konnektierungen hinsichtlich "des mannes" zu tun.
    ist wohl so auf die schnelle garstig unsauber wenn nicht gar falsch dargestellt.
    vielleicht taugt das beispiel "der rockmusik" oder des raps usw auch : was vielleicht in den wurzeln einst rebellisch war und gegen establishment gerichtet, wird eine generation weiter ( wenn nicht in der bewegtheit gar einer generation selbst schon ) zur puren unterhaltung und erhält dadaurch einen elementaren wert.
    naja nur noch so lax angefügt.

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  19. Mit dem "Luxus" hast du vollkommen Recht. Aber ich finde, wenn man ihn sich leisten kann, dann ist man fast verpflichtet, es auch zu tun: Also die eigene Bedingtheit zu untersuchen, statt den anderen die ihre vorzuwerfen.

    Wegen der jungen Frauen: Ich arbeite viel mit 18-22jährigen. Ich nehme das nicht so wahr, dass sie das nicht mehr nötig haben. Die jungen Frauen haben sich verändert, ja, aber sie leben in einer wesentlich sexualisierteren Umwelt als wir als junge Frauen. Die jungen Männer heutzutage pflegen gerade gegen die Realität ein überkommenes Männerbild, viele jedenfalls. Und dann kommt´s zum Crash: weil sie nicht kapieren, dass ihre sexy Freundin keinen Bock hat, ihnen das Klo zu putzen. Ok. das ist jetzt arg klischeehaft. Aber so läuft das häufig ab. Jedenfalls außerhalb der "gutbürgerlichen" Milieus.

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  20. das wäre die atavistisch sich gerierende tendenz zum machotum manch junger männer, bedenklich finde ich.
    das kann auch wohl nur noch über die sexualität laufen - die arbeitswelt braucht ja die frau als
    arbeitende um weiterhin erfolgreich zu sein.

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