Montag, 8. April 2013

HERSILIA UND ROMULUS. Vergewaltigung und Mythos


"Sie mit verschämtem Gesicht, und kaum die Augen erhebend:
Göttin! (denn welche du seist, ist mir zwar dunkel doch deutlich,
Daß du der Göttinnen seist) o führe mich, ruft sie, und zeige
Mir des Gemahls Anblick! Wenn ihn zu schauen nur einmal
Mir das Schicksal vergönnt; wie in himmlischer Seligkeit schweb' ich!
Stracks nun wandelt sie hin mit der thaumanteischen Jungfrau
Zum romulischen Hügel. Ein Stern dort, gleitend vom Äther,
Fällt auf die Erde herab: von dessen Schimmer entbrennend
Schnell der Hersilia Haar mit dem Stern auffliegt in die Lüfte.
Jetzo schließt sie bekannt der Stifter Roms in die Arme,
Welcher, den vorigen Namen zugleich mit dem Leibe verändernd,
Ora sie grüßt, die als Göttin nunmehr dem Quirinus gesellt ist."

Ovid: Metamorphosen

Nicolas Poussin: Raub der Sabinerinnen

Sie trauert, sie brennt, sie vergeht,
sie hat alles verloren,
da schließt sie der Held
in seine gewaltigen Arme
um sie zur Mutter zu nehmen
eines furchtbaren Geschlechts.


Die drei Sabinen lebten nicht als Verschleppte im römischen Reiche. Sie wurden benannt Jahrtausende später nach einer anderen oder keiner. Als die Kinder waren: Claus, Thomas, Michael, Jutta, Kerstin waren die Sabinen in der Überzahl. Drei an der Zahl. Nie kam eine Sabine allein. Es muss eine Tragik sein um so eine Namensvermehrung. In jeder Mannschaft, in jeder Klasse, in jeder Gruppe mehr als eine. Eins. Zwei. Drei. Elegisch. Zaphirisch. Dramatisch. 


("Die drei Sabinen" ist der Arbeitstitel des Romans, an dem ich schreibe. Er erzählt in Rückwärtsschleifen, die sich zunächst in der Gegenwart nur auf Facebook wieder berührenden Leben von drei Sabinen, die in der 70er Jahren in Nordhessen, tief im Märchenwald, aufwuchsen. Sich in Cläuse, Michaels, Andreasse oder Thomasse verliebten, bei ihnen blieben oder sie verließen, eine Andrea kennen und lieben lernten, Kinder bekamen oder keine, Geld verdienten oder keins, verzweifelt waren und manchmal sehr glücklich. Als sie sich auf Facebook widerwillig wiederfinden, werden sie alle 45. Die Wechseljahre stehen an, aber ein Wechsel scheint in dem Alter kaum mehr möglich. Dennoch beginnt ein wildes, verlogenes Wechselspiel. Jede entwirft ein Profil von sich, das nur zu Teilen der Realität entspricht. Einige unheilige Verbindungen kommen ans Licht oder auf die Kommentarwand. Jedes Leben ist märchenhaft, aber nicht immer nimmt es ein gutes Ende. Hexen sind zugegen und stellen ihre Rezepte ein. Alte Rechnungen werden beglichen. Am Ende, vielleicht, gibt es einen Showdown. Wie im Kino. Wie im Western. Aber geschossen wird nur mit Platzpatronen.)

Kommentare:

  1. Schneller, schneller, schneller. Das will ich lesen. Den Roman. Und ich dachte Mythen und antike "Helden" wär'n Dir zu chauvinistisch. Naja, ich denke das wird auf jeden Fall nix für Mythenflachleser...

    Bin gespannt.

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    1. Bin ich auch, gespannt. :-). Meine Mama sagte grad am Telefon: "Mach nicht so viel. Gönn dir mal ein bisschen Ruhe." Wenn ich könnte...Dabei sind es weniger äußere Zwänge, als innere, die mich treiben. Aber getrieben fühle ich mich. Sowieso. Nicht hetzen, also, bitte!

      Mythen - iiebe ich! Mythen, Sagen, Märchen - ich glaube, erst die Überschreibungen im 19. Jahrhundert haben (chauvinistisch?) den Helden ins Zentrum gerückt. Ich finde in den Mythen erstaunlich viele starke Frauen. Viel Gewalt, selbstverständlich auch. Aber genauso die Wandlungsfähigkeit, Metamorphosen. Jede/r kann anders sein, werden. Weil Motivationen (Psychologie) in diesen Erzählungen oft fehlen, öffnet sich Spiel-Raum. In den eine was legen kann. Viel.

      Die meisten meiner längeren Texte spielen mit Mythen:
      Die Melusine , selbstverständlich,
      Die Martenehen ,
      aber auch
      Wildermuths Elbin
      und natürlich PUNK PYGMALION.

      Bei den "Drei Sabinen" gibt es auch drei Anfangsgründe: Reisen in den Märchenwald bei Kassel in 2010/2011, die Erfahrungen mit dem Politischen Tier (aus diesem Zusammenhang stammt "Tricks Claus") und die Beobachtung von Kommunikationsfails auf Facebook und Twitter.
      "Der Raub der Sabinerinnen" als "mythische Rahmenhandlung" kam erst ganz zuletzt dazu.

      Mal sehen, ob das überhaupt was wird.

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    2. "Tricky Claus" muss es heißen. Da soll nämlich auch das Wort "trickyhaft" vorkommen, das ich von dem (oder einem von denen, die ihm, dem fiktiven Claus, ein Vor-Bild werden) gelernt habe. Nämlich hier: Querung

      "Das ist jetzt wirklich trickyhaft.", hat der gesagt vorne am Rednerpult. Und ich habe wie verrückt in mein kleines rotes Notizbuch geschrieben.

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  2. Sorry wegen der späten Antwort, ich versumpfe gerade in Arbeit.

    Geht mir ähnlich mit den inneren Zwängen. Und ich denke immer, wow ihr schreibt alle soviel und täglich ... Naja egal, das kannte ich ja von vorn herein nicht anders. Ganz schlimme Zeiten erkenne ich bei mir, wenn sie wieder entstehen, wirre kleine Inseln, überall in meiner Wohnung verteilt. Ein gepflegtes Chaos dagegen wäre gesünder. Ich denke für einen Roman wird man sich wohl übernehmen müssen. Du könntest doch eh schon Bücher füllen, mit dem was du hier während der Gleisbauarbeiten so alles angesammelt hast. Und ja, ich weiß dass du dich mit Mythen beschäftigst. Ich lese hier oft. Dein Blog ist für mich mittlerweile unverzichtbar. Es gibt nur wenige Blogs, die so umfangreich und dennoch vielstimmig sind und sei es auch dein eigenes Wort, das sich in den jeweiligen Rubriken wandelt. Lass dich von mir nicht hetzen. Von meinem Roman kann ich nur so viel sagen: Ich kenne den Titel und die Farbe des Einbandes. Zartes Rosa. Schwarze Schrift. Er heißt wie die Heldin. Aber den Namen verrate ich nicht. Geschrieben habe ich noch kein einziges Wort. Werde ich vielleicht auch nie.

    Zu den Mythen an sich. Die habe ich immer als motiviert empfunden. (Ob jetzt aus einem "Steuerungsaspekt" heraus, da du Psychologie in Klammern dahinter gesetzt hast, das weiß ich nicht.) Sei es weshalb sie entstanden sind oder im Innern ihres Erzählens. Ich nehme mir eine Szenerie, umlaufe sie und aus jedem Blickwinkel ergibt sich eine neue Sicht.

    Claus. -Da muss ich immer an Claustrophobie denken. Meine Mutter leidet darunter, also die tatsächliche Raumangst. Viele verwechseln das ja gern mit der Platzangst, die wiederrum ihrem Namen nach zu übersetzen ist. Tricky. Verzwickt. Zwickhaft. Vielleicht ist der ja so einer, über Volk und Sieg hinaus …

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    1. Das Tägliche - ich schreibe jeden Tag (außer, wenn ich krank oder sehr traurig bin). Das habe ich die meiste Zeit getan. Früher in die kleinen Heftchen in einer krakeligen Schrift, die ich nun oft selbst nicht mehr entziffern kann. Aber ich will nicht mehr zwanghaft jeden oder fast jeden Tag hier etwas einstellen. Eine Weile hat mir das gut getan, diesen Rhythmus zu haben und ich habe gezehrt von den vielen, vielen Jahren und Heften. Das scheint nun aufgezehrt.

      Es freut mich, dass du es liest. Sehr. (Und umgekehrt: wie mich dein "Hexenreflex" gefasst hat! Ich konnte nur nichts dazu "geben". Der Kommentarstrang war schon so "fortgeschritten", als ich es zuerst las. Da passte nichts rein, empfand ich, was ich hätte schreiben können.) Und ich bin gespannt, auf deinen Roman. Den im Kopf. Da entstehen sie ja alle. Zartrosa...Ich versuche, es mir vorzustellen. (Meiner, der Sabinen-Roman, ist hellgrün und duftet nach Maiglöckchen. Duftromane - das wär´s.)

      Mit "motiviert" meinte ich diese psychologisierenden Erklärungsansätze, warum Leute tun, was sie tun (schwierige Kindheit etc.). Ich liebe an Märchen und Mythen, dass sie "handlungsorientiert" sind und das eben offen lassen. Märchenfiguren und mythische Helden agieren die zeitlosen menschlichen Zustände aus, die aber so erzählt sind, dass immer wieder neue und andere Zuschreibungen und Konstellationen in sie hineingelesen werden können.

      Claus - an Claustrophobie dachte ich gar nicht. Jedenfalls nicht bewusst. Es passt aber seltsam genau. "Der Claus" - also jener fiktive, an den ich so lange nicht dachte jetzt, der aber plötzlich wieder auftauchte - erschien mir zuerst an einem Maitag 2011, als ich an einer beruflichen Veranstaltung teilnahm, in der plötzlich etwas zur Sprache kam, das an ein Trauma rührte; eine Berührung, die mich zwang, in der Mittagspause zu verschwinden, statt am zweiten Teil der Veranstaltung am Nachmittag teilzunehmen.

      Ich ging den Hang hinunter zum Fluss, durch den Märchenwald, Ich lief durchs Gestrüpp ganz ohne auf den Weg zu achten, schließlich, ich weiß nicht, wie lange ich gelaufen bin, erreichte ich eine Ortschaftund an einer Bushaltestelle fand ich eine Karte, die mir zeigte, wie weit ich mich vom Veranstaltungsort entfernt hatte. Ich fragte eine Frau mit einem Zwillingskinderwagen, ob eine der Buslinien nach *** zurückfuhr und lernte, dass ich in *** am REWE-Markt würde umsteigen müssen. Der zweite Bus fuhr weit über eine Flur hinaus, auf eine abgelegene Siedlung zu, ein paar heruntergekommene Blocks hinter einem Stacheldraht und ein alter Mann drehte sich zu mir herum und sagte: "Hier steigen die Assis aus."

      Da stand der Claus vor mir. Und ich zitterte.

      --- So war das, aber seither ist der Claus ein Anderer geworden. Er hat eine Kindheit (da war er ein bisschen moppelig und schlecht im Rollschuhlaufen) und eine politische Karriere.

      Tricky. Verzwickt. Über Volk und Sieg hinaus... Ja. Das kommt von der Demokratisierung. (Die die Ästheten nicht mögen, aber dem Claus seine einzige Chance gewesen ist, denke ich. Aber der Claus ist auch nicht schön, sondern attraktiv.) ---Das war jetzt spontan. Das verwende ich nicht. (Vielleicht doch?) Aber hier ist es schon mal angedeutet gewesen: Leben ohne tote Zeit. Umgangssprachliche Exkrementdiagnostik

      Auch im "Real Life" werde ich mich mehr mit der Scheißologie beschäftigen. Nämlich: Hier.

      Liebe Grüße



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  3. Du musst ja nicht täglich etwas einstellen. Ich glaube auch, Leser würden dir dadurch nicht verloren gehen. Eher führte es dazu, dass dann auch häufiger so manch längerer und aufwendigerer Text kommentiert würde. Könnte ich mir zumindest vorstellen.

    Duftromane:

    Schade, jetzt wollte ich schreiben, ein Roman, der nach Maiglöckchen duftet, das lockt auch noch potentiell kommende Leserschaften. Da schon Spermien vom ausströmenden Maiglöckchenduft der Eizelle angezogen werden. Aber die Wissenschaft hat herausgefunden, ist wohl doch nicht so.
    Meiner sollte nach der Heldin riechen. Wie riecht sie? Vielleicht wie die Königin der Nacht. Die riecht betörend süß. Aber so riecht sie dann auch nur wirklich eine Nacht lang. -Ah, und schon entsteht eine Handlung!

    Ha, der Hexenreflex ist jetzt rein männlich kommentiert und alle ham sich ein bisschen die Zähne dran ausgebissen. Ich auch. Ansonsten, nur zu, immer kommentieren. Mir ist deine Meinung wichtig.

    Das mit den Mythen habe ich falsch verstanden. Ich würde es nicht anders formulieren.

    Kann es sein, dass es von dieser Odyssee schon eine Geschichte gibt? Ich meine mich dunkel an den Alten zu erinnern, der sagte: Hier steigen die Assis aus. Man weiß schon jetzt nicht, ist es teilweise real oder Fiktion. Und Claus ist wohl so ein Faszinosum Mann, der etwas ungutes Dunkles aufmacht, trotz seiner demokratischen businesstauglichen Stromlinienüberzughaut, zumindest erzeugt er bisher dieses Bild bei mir.

    Scheißologie und Exkrementendiagnostik. Oh Mel, letzteres füllt bei mir nen kleinen Ordner. Vor einem Jahr noch hätte ich nicht gedacht, dass nun eine meiner am häufigsten gestellten Fragen, die nach dem Stuhlgang ist. Oh je. Aber so manch einer hat schon recht witzig darauf geantwortet. Zwei Jahre noch und dann bin ich raus aus der Krankenhausmaschine. Ich will lieber über die Künste mit den Menschen arbeiten, in einem Heim z.B.. Deine Diagnostik hingegen beschäftigt sich ja mit den Absonderungen des politischen Tieres. ... fügt sich geschmeidig in seine dunkle Bedürfnisshöhle ... Gut formuliert. Oder ist dieses zwischen den Augen Sitzende bei dir schon ein Gegentier? Bestimmt. Jeder sollte sein eigenes entdecken.

    Du nimmst an diesem ABC-Programm teil ? Tja schade, könnte ich, würde ich mitkommen.

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    1. Schade, dass du nicht mitkommen kannst, meine ich. Das wär´ was! :-)

      Die Odyssee selbst habe ich nicht beschrieben. Weil...Aber den Satz des Alten, den übernahm ich: "Hier steigen die Assis aus." und aus diesem Satz, dem Märchenwald, dem Hänsel-und-Gretel-Keller und jenem Erlebnis am Vormittag erstand der Claus, mit ihm die Wut und die Angst, die Mordlust und die Faszination an seiner breit grinsenden Brutalität und all das, was man nicht "so" aufschreiben kann, sondern eben nur als Erzählung. Oder jedenfalls ich...

      Das war hier: Kein Steg und keine Brücke Ich schrieb es damals direkt ins Netz; ich glaube noch am Abend, in meiner "Zelle" in dieser Fortbildungsunterkunft. Dann vergaß ich es oder verdrängte es.

      Die drei Sabinen erschienen in einem ganz anderen Zusammenhang. Aber sie waren dort aufgewachsen. Im Märchenwald hinter Kassel. Und später erst fiel mir das, weil etwas ganz anderes zugleich geschah, wie Schuppen von den Augen: dass ihre Geschichten oder zumindest die der einen mit diesem Claus verbunden waren.

      (Dann funkte mir der andere Claus dazwischen, der damit gar nichts zu tun hat, aber offenbar überall nur sich liest, und ich wurde sauer. Das war mal wieder so ein Moment, wo ich gemerkt habe: Alles Geschriebene, das aus dem Kämpfen hervorgeht, ist entbehrlich. Es wird erst dann was, wenn man da rauskommt, aus dieser verkrampften Kämpferei. Deshalb wollte ich den so unbedingt weg haben, den anderen Claus, weil er mir den unkämpferischen, den scharfen, aber guten Blick auf diesen anderen, den mit der "demokratischen businesstauglichen Stromlinienüberzughaut" (super formuliert und so präzis passend für den, der mir vorschwebt) verstellt. Er ist ungut, ja, aber der Blick, den ich ihm gönne, wenn ich schreibe, muss gut sein, muss ihn fassen wollen ohne Hass.

      Das Gespräch mit dir hilft mir dabei. Sehr.

      Hexenreflex. Ich denk nach. Über einen Kommentar. Es kriegt jetzt, find ich, so was Abschließendes nach so einem langen Thread. Das hemmt mich irgendwie, weil ich nicht abgeschlossen bin damit (oder mit irgendwas ;-).

      LG

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  4. Kein Steg und keine Brücke

    Ja, genau das war der Text. Jetzt, nachdem ich ihn wieder gelesen habe erinnere ich mich, dass ich ihn damals kommentieren wollte. Ist mir zu der Zeit nicht ganz gelungen. Ich weiß aber noch wieso er mir so gefiel. Er beschreibt eindrücklich ein Klaffen, das zwischen diesen verschieden Welten liegt. „Wie ein Kind versinken sehen...“ Da ist etwas offen was sie nicht schließen kann oder es fehlt, wie im Titel schon benannt, eine Brücke oder ein Steg um diese Orte / Welten / Empfindungen zu verbinden. Der Fluss des Märchenwaldes fließt nicht mehr. Etwas ist dort gestorben im Märchenwald oder gehört dort nicht hin, dieser Kadaver eben, der vielleicht aus diesem selbst gar nicht stammt. Sie kommt zwar noch in diese Zauberwelt aber die ist rabenschwarz, nicht mehr heil. Vielleicht ist es aber auch ein Hexenkadaver. Wegen Hänsel und Gretel...

    Besonders klasse fand ich den Satz: Die John Deeres werden von Hexen geritten. Ja wie schön zweideutig. Hoffentlich hilft's! Eine John Deere Niederlassung gibt’s hier bei mir gleich um die Ecke in Mannheim. Das sind ja Mordsmaschinen, die da hergestellt werden. Und alle so schön grün. Das Bäuerinnenmusterkopftuch gibt es bestimmt oben drauf beim Kauf.

    Märchenwälder hinter verlassen Orten ohne Anstrich, die herunterkommen weil keiner in ihnen mehr gern verweilt. Auch die nicht, die sich leider keinen anderen Ort aussuchen können. Für ein Kind ist das vielleicht noch ein Abenteuerspielplatz. Und dann kommt da noch so einer, der erstmal nicht mit Feingefühl geschlagen ist, ein bissl Action-Adam, Phrasendrescher. Und ja. Auch so einer war mal Kind, das vergesse ich manchmal. Aber es muss schon was an ihm sein, dem Claus und wie er dir zu Figur (werden) wird, also nicht der, der sich wohlgefällig in ihm einnistet. Stimmt das echt? Egal. Könnte auch ein guter Erzählkniff sein.

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  5. Und zu meinem Gedicht. Wenn du damit noch nicht fertig bist, dann wäre ich erst recht gespannt, was du dazu schreibst. Abgeschlossen. Keine Ahnung. Es kommt mir selbst schon aberwitzig vor, jetzt nach so langer Zeit wieder fast zur Ausgangsfassung zurückgekehrt zu sein.

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    1. Einnisten - stimmt "echt" (unecht auch :-) ). Es ist was an ihm. Er heißt natürlich nicht Claus, der, dem er (oder besser die, denen) er nachempfunden ist. Vielleicht nannte ich ihn so wegen der Klaus-Trophobie. Was aber das C nicht erklären würde, damals im Mai... (Die Bürgerinitiative Anti-Claus hat sich hier vor Ort erst im Jahr drauf gegründet, jedenfalls.) Egal, es ist gut, manches nicht zu w i s s e n, sondern erstmal zu erfinden.

      Hexenreflex - Was mir einfällt, ganz spontan, dazu, ist die Frage: Eine Hexe, wenn sie´s ist, weiß sie, dass sie´s ist? (Ich führ das noch aus, auch wegen der Federkappe.) Aber dort , wo es hingehört :-).

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  6. Es ist nicht gesagt ob sie eine ist. Was aber nicht heißt, dass sie nicht doch eine sein könnte. Vielleicht ist sie es genau in diesem Moment und es ist ihr dann auch bewusst aber das bleibt alles unklar. Mir ging es ja um diesen Reflex der abläuft, das hatte ich schon zu Beginn des Threads geschrieben, ähnlich dem Hexenschuss. Vielleicht greift dieser auch nur bei solchen, die potentiell eine sein könnten. So wird sie von der Hexe indirekt gebissen. Als gäbe es eine "Übergeordnete", eine Urhexe oder so ähnlich...

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    1. Ja. Es ist n i c h t gesagt. Deswegen. Eine Reflex. Auf das Gewahrwerden des eigenen Hexenseins. Ein Moment. Dann isses wieder weg. Dachte ich. Und eben: eine Hexe, nicht die. Aber "der" Reflex, weil der i m m e r käme. Bei jeder, wenn´s ihr geschieht.

      War ein langer Tag heute, viele Besprechungen und Sitzungen und abends Kino "Cäsar muss sterben" (bin grad zurück), aber ich schreib noch was dar.

      LG

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