Sonntag, 5. Juni 2016

FALLING FOR LOVE. CONTRAPUNTALLY. Gegen korrekte Gefühle und für weibliche Freiheit. Die Romane Mary Wesleys


 „You can´t insure an emotion, it´s a pleasure like eating or drinking.“

Quelle: https://victoriacorby.wordpress.com/tag/mary-wesley/

Worüber sie schrieb: Die Freiheit der Frauen im Krieg. Dass Liebe und Monogamie nicht miteinander identisch sind. Aber Liebe stets wehtut. Schwerer, einen Mann zu ertragen, den eine nicht mehr riechen kann, als einen, der sie schlägt. Mary Wesleys Schreiben kennt keine Korrektheiten des Gefühls. Ihre Protagonistinnen sind treu, obwohl oder gerade weil sie nicht nur einem Mann angehören. Sie gehen stur ihren Weg, einen der weder moderne Selbstverwirklichung sucht, noch Selbstverleugnung notwendig macht. Versprechen, die diese Frauen geben, halten sie. Aber sie geben nicht allzu viele. Sie stammen aus zerrütteten Verhältnissen und sogenannten guten Familien. Verwundete Kinderseelen, die zu Frauen werden, die putzen, kochen, huren, um Geld zu verdienen. Denen die Unterscheidung zwischen Gabe und Tauschhandel zentral bleibt, die das bürgerliche Bewusstsein stets verwischt, indem es die Tauschbeziehungen zu moralischen Schuldverhältnissen auflädt. Die tun, was verlangt wird, aber keine Gefühle heucheln. Die viel schweigen und wenig preisgeben. Geheimnisvolle Schattenexistenzen im Dienstleistungsgewerbe oder im Schein-Scheinwerferlicht des bürgerlichen Lebens.

Mary Wesley veröffentlichte ihren ersten Roman „Jumping the Queue“ mit 71 Jahren. Sie stammte aus der englischen Oberklasse und wurde als Mary Mynors Farmar 1912 geboren. In ihrer Kindheit wurde sie von 16 verschiedenen Gouvernanten betreut. Als sie ihre Mutter einmal fragte, warum die Betreuerinnen so häufig wechselten, antwortete diese: „Weil sie dich alle nicht leiden können.“ Sie hatte Kinder von drei verschiedenen Vätern, einem Baron, einem tschechischen Kriegshelden und mit ihrer großen Liebe, dem versoffenen Schriftsteller Eric Siepmann, den sie kurz nach dem 2. Weltkrieg heiratete. Siepmann starb 1970 und ließ seine Frau völlig mittellos zurück. Erst nach seinem Tod begann Wesley ernsthaft zu schreiben. In den 80er und  90er Jahren veröffentlichte sie kurz hintereinander sieben Romane. (Patrick Marnham hat eine sehr lesenwerte, noch von Wesley selbst autorisierte Biographie geschrieben: Wild Mary. A Life of Mary Wesley, VintageBooks, London 2006)

Man hat Mary Wesleys Romane als „Jane Austen with sex“ bezeichnet, was sie lächerlich fand. Ihre scharfen Beobachtungen erinnern tatsächlich an Jane Austen. Wenig haben jedoch ihre verschachtelten, vielschichtigen Plots, die große Zeiträume abdecken und mehrere simultane Handlungsstränge entwickeln, mit Austens stringenter, zielstrebiger Handlungsführung zu tun. Auch erweist sich Wesley als sehr zurückhaltend, wenn es um die Nutzung der Mittel des auktorialen Erzählens geht. Zwar wechselt sie die personalen Perspektiven, aber sie rückt ihren Figuren nicht auf die Pelle. Sie spiegelt vielmehr deren Zurückscheuen vor Nähe und Selbstrechtfertigung in der Erzählhaltung wieder. Es gibt kaum Sätze nach dem Muster von „Sie dachte...“, „Er hoffte,...“. Wesley lässt die Figuren entweder unmittelbar aussprechen, was sie denken, oder überlässt es den Leserinnen, ihre eigenen Schlüsse aus deren Handlungen zu ziehen. Die Schärfe der Dialoge erinnert dabei bisweilen auch in ihrer fast schon sarkastischen Komik an Ivy Compton-Burnetts Romane. Während sich bei Austen stets der Plot wiederholt (ein paar Familien auf dem Land, Heiratskandidatinnen und –kandidaten, das Finden des „richtigen“ Paars), durchziehen Wesleys Romane, die ganz unterschiedliche Geschichten erzählen, sich wiederholende Motive: zwei Männer und eine Frau, dysfunktionale Familien, unklare Vaterschaft, große Altersunterschiede zwischen Paaren, Inzest, Abtauchen in beinahe unsichtbare, aber selbstständige Existenzformen wie Haushaltshilfen, Putzfrauen, Köchinnen. Wesleys Figuren verhalten sich dabei häufig widersprüchlich, ohne unglaubwürdig zu werden. Es ist möglich einen zu lieben und dennoch einem anderen zu verfallen. Eine kann an etwas glauben und dennoch zur selben Zeit etwas anderes für richtig halten. Mary Wesley hat dieses Denken und Handeln in einem ihrer Roman „contrapuntually“ genannt. Auch und gerade ein Leben, in dem eine sich um Treue (zu sich selbst und ihren Versprechungen) müht, verläuft nicht geradlinig. Wesleys Romane erzählen von der Rücksichtslosigkeit der Jugend, der Trauer und den Verlusten des Älterwerdens, den Veränderungen, die an Menschen und Orten zu beobachten sind, gerade jenen, die wir am meisten geliebt haben.

Durch das vergangene Jahr haben mich die Romane Mary Wesleys begleitet. Ich bin dieser Autorin verfallen, wie nur wenige Male zuvor einer: Jane Austen, Virginia Woolfe, Barbara Pym, Alice Munro. Es ist vielleicht kein Zufall, dass alle diese Autorinnen weiblich sind und in englischer Sprache schreiben. Als der unwiderruflich letzte ihrer Romane von mir „ausgelesen“ war, fiel ich in ein tiefes Loch, fast wie nach dem Ende einer heftigen und verzehrenden Liebesleidenschaft. Erst jetzt, ein halbes Jahr später, habe ich eine Distanz gefunden, die mich über diese Romane schreiben lässt.

Als Appetizer ein paar „Klappentexte“ zu ihren Romanen (die der Vielfalt der Erzählebenen und der Ausgestaltung der verschiedenen Figuren sowie den erzählerischen Verschränkungen zwischen den Romanen keineswegs gerecht werden). Die Links führen jeweils zur E-Book-Ausgabe des Romans:


„´That´s were you´re wrong´, said Polly. We all lived intensly. We did things we never would have done otherwise. It was a very happy time.´“

Wesleys erfolgreichster Roman erzählt von den fünf Nichten und Neffen Richard und Helena Cuthbersons, die sich im Sommer 1939, kurz vor dem Beginn des zweiten Weltkriegs, ein letztes Mal bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Cornwall treffen. Erst im Jahre 1980 kommen sie zu einer Beerdigung wieder im Landhaus zusammen. Der Ausbruch des Krieges und das Chaos, das er verursacht, beschleunigen das Erwachsenwerden der jungen Menschen. Oliver ist hoffnungslos in seine Cousine Calypso verliebt. Polly liebt die Zwillingssöhne des lokalen Pastors, der ein deutsch-jüdisches Migrantenpaar aufgenommen hat, dessen Sohn in einem Konzentrationslager verschwunden ist. Sophy, die jüngste, schwärmt für Oliver, der sie kaum beachtet. Die Befreiung aus konventionellen Zwängen geht über Missbrauch, Begehren und Leichen. Die Tante wird sich den deutschen Musiker als Liebhaber nehmen, Polly schwanger werden und nicht wissen, von welchem der Zwillinge, Oliver wird desillusioniert aus dem Spanischen Bürgerkrieg zurückkehren und Calypso wird sich in den gewalttätigen, reichen Ehemann verlieben, den sie nur um des Geldes willen genommen hat. Am Ende des Romans stehen Calypso und Sophy in der Küche und öffnen eine Flasche Wein. Calypso, die Schöne, „looked quite old but a lot more human since her stroke than the girl on the camomile lawn.“



„´Why do woman always do expect this one-at-a-time business? It makes no sense.´“

In die „Bändigung der Pfauen“ steht Hebe im Mittelpunkt, die als Waise bei ihren Großeltern aufgewachsen ist. Auf Hebes Schwangerschaft reagieren die Großeltern, Onkeln und Tanten mit Empörung und der Organisation einer Abtreibung. Hebe verlässt jedoch vorher ihr Zuhause. Zwölf Jahre später lebt sie allein mit ihrem Sohn Silas im Westen Englands. Um ihrem Sohn den Besuch einer teuren Privatschule zu ermöglichen, arbeitet Hebe als Köchin in privaten Haushalten und schläft, um sich zusätzliche Einnahmen zu verschaffen, mit den Söhnen oder Schwiegersöhnen ihrer Kundinnen.  Hebes Privat- und Arbeitsleben sind strikt voneinander getrennt; die Arbeitgeber kennen ihre Adresse nicht, sie vereinbart Löhne und Arbeitszeiten stets nur über eine Agentur mit ihnen. Dieses wohlgeordnete Leben gerät in Gefahr, als sich einer von Hebes Kunden in sie verliebt, ein anderer sich als Vater eines Schulfreundes ihres Sohnes herausstellt und gleichzeitig der leibliche Vater des Sohnes beginnt nach Hebe zu suchen. Die Bändigung der „Pfauen“, jener Männer, die Hebes erotische Dienste gekauft haben, aber glauben, sich mit diesem Deal auch die Realisierung ihrer gefühligen, romantischen Ausbruchsträume aus dem bürgerlichen Leben erworben zu haben, wird für Hebe im Verlauf des Romans immer schwieriger und für die Leserin immer komischer.


„`I was under the delusion that what I wanted was a lover, a pleasure man. I thought I might try Victor or Fergus or both. (...) Stuck under that lorry I realised that it wasn´t just pleasure I wanted, I want the lot. Right?“

In diesem Roman geht es, wie der Titel schon sagt, um die Unentschiedenheit der Poppy Carew. Er beginnt mit dem Tod ihres Vaters, der sich lachend von ihr und dem Leben verabschiedet, als er hört, dass ihr Freund, den er nie leiden konnte, sie verlassen hat. Letzter Wunsch des Vaters war es, dass sie eine  „lustige“  (fun) Bestattung für ihn organisieren solle. Sie findet ein seltsames Bestattungsunternehmen mit Pferden und altem Fuhrwerk, dass zwei junge Männer gerade gegründet haben. Es stellt sich heraus, dass ihr Vater ein Vermögen hinterlässt (beim Pferderennen und durch Erbschaften von reichen Liebhaberinnen erworben) und sie ihn kaum gekannt hat. Ihr Ex-Freund versucht sie zurückzugewinnen, um an das Geld zu kommen. Die beiden Bestatter verlieben sich in sie und ein junger, von der Liebe enttäuschter Schriftsteller, der seine Tante Calypso zur Beerdigung begleitet hat, kann Poppy nicht vergessen. Poppy lässt sich von ihrem Ex-Freund entführen, begleitet ihn auf eine Geschäftsreise in ein diktatorisch regiertes Land in Nordafrika, wo sie Zeugin einer Hinrichtung wird. Die meiste  Zeit verbringt sie jedoch im Hotelzimmer, während ihr Ex-Freund mit seinem Geschäftpartner Bordelle besucht. Schließlich kommt es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung und Poppy flieht. Der Roman endet mit einem grässlichen Lastwagen-Unfall und einer Entscheidung.



„So you are married boring old Ned and are stuck with him and protect him and mother him and defend him from blackmail.“

Rose liebt den unvermögenden Mylo Cooper, aber heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den Landbesitzer Ned Peel. Rose liebt den Mann nicht, aber den Landsitz „The Slepe“, der ihm gehört. 48 Jahre dauert Rose Ehe mit Ned und ihr Verhältnis mit Mylo. Niemand in Rose Umgebung, nicht einmal das bösartige, inzestuöse Geschwisterpaar Emily und Nicolas Thornby, ahnt in all den Jahren, dass die „anständige“ Mrs. Peel stets einen Liebhaber hatte. Ihr Sohn und ihre Schwiegertochter übernehmen nach Neds Tod „The Slepe“ und Rose verlässt den Landsitz mit ganz wenigen Besitztümern. In einem Hotelzimmer erinnert sie sich an die vergangenen Jahre und das Versprechen, das sie Ned in der Hochzeitsnacht gegeben hat: ihn niemals zu verlassen. Mit 67 ist Rose nun frei, aber sie hat keine Ahnung, was sie mit dieser Freiheit anfangen soll.



„There was nothing to build on except imagination.“

Der zwanzigjährige Claude Bannister schmeißt sein Studium hin und beschließt Schriftsteller zu werden. Nach einem Konzert wird er der 45jährigen Laura Thornby vorgestellt. Laura nimmt seine kindlichen Träume ernst, organisiert ihm eine Bleibe, liest seine Entwürfe, lässt sich von ihm anbeten und verführt ihn. Dabei bleibt sie stets reserviert, nimmt seine Liebesschwüre scheinbar ungerührt entgegen. Doch Laura, die bisher immer nur kurze Affären hatte, beginnt Claude zu lieben. Die Lektüre seiner Romanentwürfe zeigt ihr jedoch, dass seine weiblichen Hauptfiguren immer weniger ihrem Bild gleichen, dass sie die „zweite Geige“ wird, und er sich in seiner Imagination längst von ihr zugunsten einer jüngeren Frau verabschiedet hat. Ihr jedoch gelingt es nicht mehr, „to reduce Claude to similar, mangeable size, find a secure cubby-hole for him.“



„In old age Flora would smile, remembering the child who believed that love was for one person, for ever, for Happy Ever After.“

Mitte der zwanziger Jahre verbringen Mr. und Mrs. Trevelyan mit ihrer zehnjährigen Tochter Flora ihren Urlaub an der bretonischen Küste. Die beiden verbergen weder vor dem Kind noch vor den anderen Urlaubern, dass sie die Tochter am liebsten los werden möchten. Sie planen eine Rückkehr nach Indien ohne das Kind, das sie in irgendeiner bezahlbaren Schule unterzubringen versuchen. Das kleine Mädchen verliebt sich in seiner Verlassenheit gleich in drei Jungen, die ebenfalls an der bretonischen Küste Urlaub machen und die sie in den folgenden Jahren immer einmal wiedersehen wird. Die nächsten sieben Jahre verbringt sie in einem Internat, mit siebzehn soll sie ihre Eltern in Indien besuchen, taucht aber unter und wird Hausmädchen in London. Sie führt ein zurückgezogenes, aber eigenständiges Leben als Hausangestellte und hat über die Jahre mit den drei Jungen aus der Bretagne bei verschiedenen Gelegenheiten Sex.



„You can love after only one meeting.“

Das ist einer der düstereren Romane von Mary Wesley. Während des Weltkrieges hat Henry Tillotson eine unaustehliche Frau geheiratet, die er heimbringt nach Cotteshaw in Westengland. Später stellt sich heraus, dass sein Vater ihn in einem Brief gebeten hatte, diese Frau, die in Ägypten festsaß, sicher nach England zu bringen. Sie macht Henry das Leben zur Hölle,  verlässt fast nie ihr Schlafzimmer, außer um ihn vor seinen Freunden zu blamieren. Henry verliert jedoch niemals die Geduld. Zwei Paare besuchen in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Cotteshaw. Henry hat Affären mit beiden Frauen. Das Thema der Ehe, die um der Sicherheit willen geschlossen wird, durchzieht diesen Roman. Die beiden Paare heiraten aus einer Mischung aus Anziehungskraft, Machtansprüchen und Versorgungswünschen. Beide Frauen werden gleichzeitig (wahrscheinlich von Henry) schwanger.



„It´s irrational, it was an obsession. I hated Giles, hated him, hated him; and Christy I loved. But he had Gile´s hair, Gile´s eyes, Gile´s mouth, Gile´s expression, his gestures! He was Giles in miniature. The likeness has grown in my mind until it is monstrous and I cannot see my little boy any more.“

Julia Piper hat Mann und Sohn bei einem Autounfall verloren. Später stellt sich heraus, dass der Ehemann Liebhaber ihrer Mutter war. Julia hat er vergewaltigt und die Schwangere dann in die Ehe gezwungen. Die Mutter gibt Julia die Schuld am Verlust ihres Liebhabers und ihres Enkels. Julia arbeitet als Putzfrau in London. Die Wohnungen putzt sie, wenn ihre Auftrageberinnen nicht anwesend sind, so dass sie fast keine sozialen Kontakte hat. Einer ihrer Kunden, Sylvester Wykees, hat Julia auf einer Zugreise zufällig gesehen, ohne zu ahnen, dass sie seine Wohnung putzt. Er ist fasziniert von ihr und versucht mehr über die junge Frau herauszufinden. Dabei lernt er einen Stalker kennen, der Julia mit nächtlichen Anrufen drangsaliert und bedroht.


„´Yes, yes, but she knows and he knows it was to repair the old ego when her husband strayed -´´And the husband?´´Oh, I expect he knew, they were all friends.“

Die 17jährige Juno Marlowe ist verliebt in die Brüder Jonty und Francis, bei deren Familie sie und ihre Mutter nach dem Tod des Vaters Unterschlupf gefunden haben. Beide werden zu Beginn des 2. Weltkrieges als Soldaten eingezogen. Zum Abschied haben sie gemeinsam Sex mit Juno, die sie danach einfach in London auf der Straße stehen lassen. Während eines Luftangriffs findet sie Unterschlupf im Haus von Evelyn Copplestone. Dieser stirbt an Herzversagen,  als sie während des Angriffs bei ihm ist. Auf sich gestellt reist sie in den Westen Englands zu Evelyns Vater. Dort arbeitet sie als Erntehelferin und entdeckt schließlich, dass sie schwanger ist. Trotz des großen Altersunterschieds verlieben sich Julia und Evelyns Vater. Viele Jahre später trifft sie mit ihrer Familie in einem Restaurant Francis wieder, der sie einst als „part of the furniture“ bezeichnet hatte

*** 


Nach 1997 veröffentlichte Mary Wesley keinen weiteren Roman mehr. Als sie gefragt wurde, warum sie mit dem Schreiben aufgehört habe, antwortete sie: „If you haven´t got anything to say, don´t say it.“ Zwischen 1984 und 1997 hatte sie mehr zu sagen, als die meisten in einem langen Leben. Oder andersrum: Sie hatte sich die glücklichen und schmerzhaften Erfahrungen eines langen, wilden Lebens aufgespart, um in diesen wenigen Jahren Romane zu schreiben, die die Fülle ganzer Leben nicht ausbreiten, sondern aufscheinen lassen: Frauenleben jenseits von Klischees und Männerphantasien, bürgerlicher Sexualmoral oder ausgestellter Selbstermächtigungsbehauptungen. Jeder ihrer Romane ist auf diese Weise ein Plädoyer für weibliche Freiheit. 

Mary Wesley starb am 30. Dezember 2002.

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